Mit der Einladung zu musikalischen Nachtschwärmereien in der Synagoge hatten die Sing- und Musikschule und die Berufsfachschule für Musik einen Volltreffer gelandet. Denn die Synagoge platzte aus allen Nähten, sogar vom Vorplatz der Synagoge aus lauschten die Zuhörer und Fans der kleinen und großen Künstler den Weisen und waren verzaubert - egal, ob sie stehen mussten oder noch ein Plätzchen ergattert haben. Auf dem Programm standen ausnahmslos altbekannte Werke. Werke, die jeder mit Erinnerungen verknüpft. Werke, die zeitlos schön sind und die man einfach immer wieder anhören kann.

Der Frauenchor eröffnete den Konzertreigen mit "Abend wird es wieder". Aber auch mit "Dat du min Leevsten büst" oder mit "Weißt du, wie viel Sternlein stehen" und Franz Schuberts legendärem Ständchen "zögernd Leise" überzeugte der Chor.
Tim Stehli setzte mit einer Serenade von Max Reger auf der Trompete musikalische Akzente, überzeugte bei "Zögernd leise", aber auch als Tenor.

Einfach zu Herzen gehend und unübertrefflich interpretierte der Kinderchor "Abendglöckchen" von Peter Schindler - mit glockenhellen Stimmen. Und Sebastian Jakob übernahm den Solopart auf dem Glockenspiel. Sehr versiert meisterte er die Herausforderung.

Das Jugend-Vokal-Ensemble hatte das Traditional aus Jamaica, "What a Saturday night", einstudiert" (Bass: Uwe Bobreck). Und das gemischte Vokal-Ensemble steuerte Elton Johns legendären Hit "Can you feel the love tonight" aus "Der König der Löwen" und "Ade zur guten Nacht" bei, ehe dann alle Ensembles mit "Lalelu" den gelungenen Konzertabend ausklingen ließen.

Verzaubert

Doch überzeugend waren nicht nur die Chorformationen, die sich viel Mühe gaben, sondern auch die Kleingruppen und Solisten. Anastasia Fendel (Sopran) und Sophie Mitter (Mezzosopran) steuerten das Abendlied von Felix Mendelssohn-Bartholdy zum Gelingen der musikalischen Nachtschwärmereien bei. Susanna Zang und Emilia Härty sowie Anna Waidhaus (Gitarre) und Carina Schmölzer (Altblockflöte) gaben "Der Mond ist aufgegangen" zum Besten. Und solistisch verzauberte Anna Waidhas mit einer Etüde auf der Gitarre.

Ein Zwiegespräch lieferten sich Franziska Schubert (Gesang), Julia Müller (Klarinette) und Yue Chen (Klavier). Und Julia Jakob (Sopran) und Valseka Bobreck (Mezzosopran) haben den anspruchsvollen Abendsegen von Engelbert Humperdinck aus der Oper "Hänsel und Gretel" einstudiert.

Carolin Rogos trat gleich doppelt auf: solistisch mit "Strahlender Mond", gemeinsam mit Franziska Schubert (Mezzosopran) und dem Frauenchor bei Jacques Offenbachs Barkarole. "Schöne Nacht, du Liebesnacht", sang Carolin Rogos - und rührte die Herzen der Zuhörer an.

Gut machten ihre Sache aber auch Carina Schmölzer (Sopranblockflöte) und Andreas Wolf (Cembalo) mit der "Sonata prima" und Sophie Mitter, die ganz allein Andrew Lloyd Webbers Superhit "Memorys" aus dem Musical "Cats" zum Besten gab.

Eine echte Bereicherung des Programmes war auch der Kanon "Zwei kleine Wölfe", von allen gemeinsam interpretiert. Zwischen den musikalischen Darbietungen las Elly-Xenia Jurgan Texte zum Abend und zur Nacht: Texte, die zum Träumen anregten.