Kronach
Hilfsaktion

Kronacher Cafébetreiber verteilen heute wieder Essenstüten an Bedürftige

Am Donnerstag (16. April) um 15 Uhr können die Tüten am Café Sorgenlos in Kronach abgeholt werden. Unterstützung bekommen die Initiatoren von vielen privaten Helfern - von Behörden und Parteien dagegen nicht.
 
Rund 40 Tüten mit dem Nötigsten haben Melani Buchmann und Ihr Ehemann Wolfgang Weidenhammer wieder gepackt. Foto: privat
Rund 40 Tüten mit dem Nötigsten haben Melani Buchmann und Ihr Ehemann Wolfgang Weidenhammer wieder gepackt. Foto: privat

In einer Zeit, in der sie selbst in eine ungewisse Zukunft blicken, denken die Betreiber des Kronacher Cafés Sorgenlos an diejenigen, denen es noch schlechter geht: An diesem Donnerstag (16. April 2020) um 15 Uhr verteilen Melani Buchmann und ihr Ehemann Wolfgang Weidenhammer wieder Tüten mit Lebensmittel an Bedürftige.

"Wir haben wieder kräftig eingekauft", kündigt Buchmann an. Bereits zweimal haben die Eheleute während der Corona-Krise von ihrem derzeit geschlossenen Café aus Essenstüten verteilt - mit großem Erfolg. "Die Tüten waren am Ende alle weg." Die Menschen seien dankbar gewesen und niemand habe das selbstlose Angebot ausgenutzt.

Cafébetreiber berichten von vielen Helfern: "So konnten wir noch mehr einkaufen"

Dieses Mal haben die Cafébetreiber unter anderem Zahnpasta, Seife, Nudeln, Kuchen, Brötchen, Marmelade und auch etwas Katzenfutter eingekauft. Die Papiertüten hat ein Supermarkt gespendet - und auch sonst zeigen sich inzwischen viele Menschen solidarisch mit den Eheleuten. "Wir haben inzwischen extrem viel Hilfe von Privatleuten", freut sich Buchmann. Eine Physiotherapiepraxis habe Geld gespendet und einige Gäste hätten ihren Gutschein für das Café zur Verfügung gestellt. "So konnten wir diesmal noch mehr einkaufen."

Viele hätten auch angeboten, beim Packen zu helfen. "Das geht momentan aber wegen dem vorgeschriebenen Mindestabstand nicht." Darum verpacken Buchmann und ihr Mann die rund 40 Tüten alle selbst.

Nicht die letzte Hilfsaktion

Wenn es nach den Cafébetreibern geht, soll die Aktion am Donnerstag nicht die letzte gewesen sein. "Es gibt viele Menschen, denen es am Nötigsten fehlt, aber die Scham groß ist."