Da auch wegen Corona die Ausgangsbeschränkungen bei den Landwirten greifen und derzeit aufgrund der Situation keine Versammlungen stattfinden können, hat Schwarz einen Brief an die Bauern verfasst. In diesen lobt er seine Leute, die täglich ihr Vieh versorgen, ihre Felder bestellen und in ihren Wäldern arbeiten. "Die Bauern halten das Land mit am Laufen!", sagt er.
Das Problem sei, dass, durch Maßnahmen wie Preisverfall beim Holz und beim Vieh sowie verschärfte Düngeverordnung viele Landwirte frustriert seien und teilweise keine Zukunft mehr sehen.
Ohne die tägliche Arbeit der Landwirte könnten aber keine Bäcker backen, keine Metzger wursten und keine Verkäuferin Lebensmittel verkaufen. Und fährt er fort: "Dass was nicht gesät, gepflanzt, geerntet und verarbeitet wird, fehlt am Ende der Versorgung der Bevölkerung." In diesem Zusammenhang weist Schwarz darauf hin, dass der Selbstversorgungsmarktanteil bei einigen Grundnahrungsmitteln bei rund 100 Prozent liegt, bei Obst und Gemüse seien es um die 40 Prozent.
Die Corona-Krise mache deutlich, dass man ohne heimische Produktion auf ausländische Produkte angewiesen sei.
Diese Abhängigkeit sei jedoch gefährlich und führe zu Engpässen, egal ob es sich um Medikamente oder um Lebensmittel handelt, sagt Schwarz. Dies wiederum seien Kriterien, die einen sozialen Frieden gefährden können. Deshalb sei eine starke Produktion von heimischen und sensiblen Produkten notwendig. "Daher sollte die Arbeit der Bauern mit weniger Auflagen und mit mehr Anerkennung verbunden werden."
Denn, darin sind sich sowohl Schwarz als auch Gerd Zehnter einig. "Auch wenn genügend Nahrungsmittel als selbstverständlich gelten, ist das noch lange nicht selbstverständlich." Dieses Bewusstsein sollte gerade in Zeiten des Coronavirus und der zunehmenden Dürren vorhanden sein. Nicht zuletzt deshalb, so Zehnter, sollte man verstärkt über die Beregnung aus Grundwasserbrunnen nachdenken.
Die Bewässerung dient zum Ausgleich der für die Bodennutzung fehlenden Niederschläge und auch zur Düngung durch mitgeführte Nährstoffe und sorgen somit für Ertragssicherheit. Die Mengen an Wasser werden von den Behörden überwacht und zugeteilt.
Bauerntag ist bedroht
Jetzt hoffen beide, dass alle gesund durch Corona kommen. Ob allerdings die traditionellen Veranstaltungen der Landwirte, wie der Bauerntag, der "Tag des offenen Hofes", der in diesem Jahr auf den Betrieb Hanna in Fröschbrunn stattfinden soll oder das Kreiserntedankfest in 2020 durchgeführt werden, das konnte nach Aussage von Erwin Schwarz bisher nicht geklärt werden. Entsprechende Infos werden folgen, versprach der Kreisobmann.