In Kronach werden die Abteilungen Gynäkologie und Geburtshilfe der Helios-Frankenwaldklinik mit eine Million Euro gefördert.
Landrat Klaus Löffler (CSU) freue sich, dass auf seine Initiative hin der Freistaat Bayern auch in diesem Jahr den Betrieb der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe der Helios-Frankenwaldklinik mit rund einer Million Euro finanziell unterstützt, teilt das Landratsamt Kronach mit.
Der Freistaat greife im Rahmen seines „Förderprogramms der Geburtshilfe Bayern“ Krankenhäusenr unter die Arme, die es aufgrund geringer Geburtenzahlen mit dem Vergütungssystem nach Fallpauschalen besonders schwer haben, auskömmlich zu wirtschaften, die sich aber gleichzeitig als Hauptversorger in der Region etabliert haben.
Mit einem Maximalbetrag von rund einer 1,176 Millionen Euro könne laut Löffler ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe und darüber hinaus allgemein zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung geleistet werden.
Während der Freistaat den Betrieb der Abteilung zweckgebunden mit rund einer Million Euro unterstützt, steuerte der Landkreis Kronach weitere rund 176.000 Euro bei.
Den Lohn der Bemühungen könne man gerade in diesem Jahr deutlich sehen: „In unserem Kreißsaal sind 2021 so viele Kinder zur Welt gekommen wie schon seit Jahren nicht mehr!“, wird Klinikgeschäftsführer Thiessen zitiert.
Die Gyn-Abteilungen in Krankenhäusern finanziell zu unterstützen ist lobenswert. Und dennoch der falsche Weg. Hier ist vor allem das DRG-System gefragt. Da muß deftig nachgebessert werden. Und was auch nicht geht ... Helios ist die größte private Klinikgesellschaft Europas, Tochter der Fresenius AG. Ziel von Helios ist aus dem Betrieb bis zu 15 % Gewinn zugunsten von Aktionären zu erwirtschaften. Nachzulesen in Handelsblatt usw. In diesen Fällen halte ich solche Subventionen für höchst fragwürdig. Es ist eine krankenhaus-verschlüsselte Umverteilung von Staatsgeldern an Aktionäre.