Im September fällt der Startschuss für die Tourismusschule Franken am Beruflichen Schulzentrum in Kronach, Siechenstraße. Bis dato haben sich 30 Jugendliche angemeldet, um dort eine Ausbildung zum "Staatlich geprüften Assistenten bzw. zur Assistentin für Hotel- und Tourismusmanagement" mit allgemeiner Fachhochschulreife zu absolvieren.

Jörg Oßwald ist einer davon. Er ist gelernter Koch, hat in seiner bisherigen Laufbahn in drei verschiedenen Hotels und gastronomischen Betrieben berufliche Erfahrungen gesammelt. Unter anderem war er im Sterne-Restaurant Alexander Herrmann auch als "Chefpatissier", also für Desserts und Kuchenbufetts verantwortlich. Obwohl ihm Kochen sehr viel Freude bereitet, kann er es sich trotzdem nicht auf Dauer als Beruf vorstellen.Er habe von der Tourismusschule in der Zeitung gelesen, berichtet er.
"Ich dachte mir, dass passt!" In diesem Zusammenhang erzählt der 29-Jährige, dass er schon immer darüber nachgedacht habe, etwas mit Tourismusmanagement zu machen.

"Es hat total Spaß gemacht"

Als er seinen Einstellungstest an der Berufsschule hinter sich gebracht hatte, gab es kein Zurück mehr. In Gruppenarbeit habe er eine Powerpointpräsentation erstellen müssen. Es ging darum, für Rentner, beziehungsweise Radfahrer oder Gruppenreisende ein Kurzurlaubsprogramm mit Aufenthalt, Besichtigungen, Aktivitäten in 45 Minuten zusammenzustellen. "Es hat total Spaß gemacht".

Jörg Oßwald hat genaue Vorstellungen bezüglich Tourismusschule. So ist er überzeugt, Kenntnisse im Management- und Marketingbereich vermittelt zu bekommen, oder wie Restaurants und Hotels geführt werden, auf was es ankommt. Außerdem will er sich in Englisch weiterbilden, die spanische Sprache erlernen. Und er verspricht sich davon, im Rahmen der dreijährigen Ausbildung an der Tourismusschule ein Praktikum im Ausland absolvieren zu können. "Am Besten wäre Hongkong!"

Drei Jahre wird er nun die Schulbank drücken. Ein bisschen mulmig ist dem Weißenbrunner schon, schließlich ist es zehn Jahre her, dass er sich mit Lernstoff und Prüfungen auseinandersetzte: "Das Lernen wird eine Umstellung werden!"

Jörg Oßwald ist aber zuversichtlich, dass er diese Ausbildung in drei Jahren mit Erfolg abschließen wird. Zum einen ist da der Wille, beruflich weiterzukommen, zum anderen gäben sich die Lehrer an der Berufsschule viel Mühe. Einige davon machen während der Ferien ein Praktikum in einem Hotelbetrieb, um die Praxis hautnah zu erleben.

Mittlerweile macht es ihm auch gar nichts mehr aus, dass er mit 29 Jahren zu den Ältesten in der Klasse gehören wird. Als eine tolle Sache empfindet er, dass er eine "alte Lehrerin" aus seiner Ausbildungszeit als Koch wieder regelmäßig sehen wird.

Dass er während der nächsten drei Jahre kein Einkommen erzielen wird, ist für Jörg hinnehmbar. Er habe Einiges ansparen können, zudem hätten ihm seine Eltern Hilfe zugesichert, auch Bafög sei möglich: "Die finanziellen Einbußen werden mehr als kompensiert".

schule Franken in Kronach erwartet die Schülerinnen und Schüler eine praxisnahe und abwechslungsreiche Ausbildung mit Lernküche, Bar-/Restaurantbetrieb und neuester Backoffice Software für den Bereich des Hotel- und Tourismusmanagements.

Sprachen Neben umfassenden betriebswirtschaftlichen und tourismusspezifischen Fachkenntnissen sowie Sprachen, werden auch interkulturelle Kenntnisse vermittelt.
Interessierte Schülerinnen und Schüler können sich für einige Plätze im Nachrückverfahren bewerben.

Voraussetzung ist Mittlerer Schulabschluss mit mindestens 3,5 im Durchschnitt der Fächer Deutch, Englisch und Mathematik oder Oberstufenreife des Gymnasiums.

Informationen Weitere Infos sind unter www.tourismusschule-franken.de/news oder persönlich unter 09261/96270 zu erhalten.