Fleiß, Zielstrebigkeit, Durchsetzungsvermögen und Hartnäckigkeit. Mit diesen Worten beschrieb die Vorsitzende der Frauen-Union, Mathilde Hutzl, Klaus Löffler, der für die CSU im Herbst 2016 die Landratswahl gewinnen soll.

Dass sie bei der Vorstellung des Landratskandidaten dabei war, war kein Zufall. Kreisvorsitzender Jürgen Baumgärtner hatte nicht nur seine Stellvertreter, den CSU-Ehrenvorsitzenden, sondern darüber hinaus auch noch die Vorsitzenden der einzelnen Arbeitsgruppen der CSU eingeladen. Damit wollte Baumgärtner zum einen die Geschlossenheit innerhalb der Partei und zum anderen die Transparenz bei der Kandidatenfindung demonstrieren.
Ein völlig entspannter Klaus Löffler bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Er sei in der CSU immer mit offenen Armen aufgenommen und auch unterstützt worden - auch in schwierigen Zeiten. "Wenn dann die Partei eine solche Bitte an dich heranträgt, dann wägt man ab und stellt sich der Herausforderung", ließ Löffler seine Beweggründe für eine Kandidatur durchklingen.

In seinen Ausführungen wählte Klaus Löffler nur selten die "Ich-Form". Vielmehr stand meistens das "Wir" im Vordergrund. Und so ließ Löffler keinen Zweifel daran, dass nicht nur die parteiinterne Geschlossenheit die Grundlage für den Erfolg sein wird, sondern darüber hinaus auch die Einheit des gesamten Landkreises. Für ein Nord-Süd-Denken sei deshalb kein Platz, betonte Klaus Löffler, der damit auf breite Zustimmung seiner anwesenden Parteikollegen stieß.

Diese hatten die Erfolge Löfflers in Steinbach hervorgehoben, dabei Wirtschaftsförderung oder Familienfreundlichkeit angesprochen. "Ich muss das relativieren", gab sich Löffler bescheiden. "Wir haben viele tolle Projekte, die aber nicht alleine der Verdienst des Bürgermeisters sind. Das ist im Endeffekt das Ergebnis einer hervorragenden Zusammenarbeit."

Demografischer Wandel

Und eben eine solche Zusammenarbeit möchte er auch in den Mittelpunkt seiner Arbeit im Falle seiner Wahl zum Landrat stellen. "Jeder muss seinen Teil dazu beitragen", sprach er die für ihn und die CSU wohl wichtigste Herausforderung an: den demografischen Wandel. Stellvertretender Kreisvorsitzender Jens Korn sieht darin gar die Schlüsselfrage , die über die Existenz des Landkreises als kommunales Gebilde entscheiden werde. Wie Klaus Löffler mit dieser Frage in Steinbach umgegangen sei, bezeichnete Korn als beispielgebend. "Ich habe großen Respekt vor dieser Leistung." Deshalb sei klar gewesen, dass die Wahl des Landratskandidaten auf Klaus Löffler fallen müsse. Dies sahen Hans Rebhan und Winfried Lebok von der Mittelstandsunion ebenso wie Gerhard Wunder (stellvertretender Kreisvorsitzender), Ehrenvorsitzender Heinz Hausmann, JU-Bezirksvorsitzender Jonas Geissler und Franz-Josef Wich von der CSA. Sie alle sicherten Löffler ihre breite Unterstützung zu.

Um dem demografischen Wandel entgegenzuwirken, sei es erforderlich ein Konzept mit Lösungen zu entwickeln und es den Bürgern näher zu bringen. "Wir haben einen wunderschönen Landkreis mit unterschiedlichen Stärken", betonte Löffler. "Wenn wir erfolgreich sein wollen, müssen wir ein Alleinstellungsmerkmal herausarbeiten." Es gebe ein großes Potenzial an heimatverbundenen Menschen und Unternehmen. "Wichtig wird es sein, dieses Potenzial mit den vorhandenen Initiativen zu vernetzen und neue Ansätze für die Zukunft zu finden."

Intelligente Lösungen

Dass der Steinbacher Bürgermeister diese Ansätze finden wird, davon ist CSU-Kreisgeschäftsführer Bernd Liebhardt überzeugt. "Klaus Löffler ist der richtige Mann für intelligente Lösungen." Zuvor hatte Liebhardt das Prozedere der Kandidatenfindung erläutert, bei der alle Ortsverbände mit eingebunden waren. Am Ende habe es ein eindeutiges Meinungsbild gegeben, das Klaus Löffler als Landratskandidaten vorsah. So war es kein Wunder, dass gestern immer wieder von einer Mannschaftsleistung "in großer Harmonie" die Rede war, wie Kreisvorsitzender Jürgen Baumgärtner betonte.

Er beschrieb Löffler als "erfahrenen Kommunalpolitiker", der viele Jahre Fraktionsvorsitzender gewesen sei und darüber hinaus den Landkreis als Bezirksrat vertreten habe. Die CSU habe jemanden gesucht, "von dem wir glauben, dass er den Landkreis voranbringen kann". Mit Blick auf den Ausbau der B 85 habe Klaus Löffler bewiesen, Großprojekte geräuschlos zu stemmen. Aber auch die ärztliche Versorgung und die wirtschaftliche Situation seien Schwerpunktthemen des Steinbacher Bürgermeisters. "Klaus Löffler ist ein Kandidat, der den Gesamtlandkreis im Blick hat. Und wir sind guter Dinge, das erfolgreich zu Ende zu bringen", sprach Baumgärtner die Landratswahl im Herbst 2016 an.

Dann wird Klaus Löffler den Marktrodacher Bürgermeister Norbert Gräbner (SPD) zum Gegner haben. Auch die Freien Wähler wollen einen Kandidaten stellen, haben sich bis dato aber noch nicht auf eine Person festgelegt.