Hinsichtlich der Klinikapotheke arbeitet man künftig nicht mehr mit der Kulmbacher Klinik, sondern mit der Helios-eigenen Vogtland-Klinik in Plauen zusammen. Darüber informierten Regionalgeschäftsführer Martin Jonas und Klinikgeschäftsführer Florian Aschbrenner vom Helios-Konzern am Montag im Kreistag.

An der Helios Frankenwaldklinik soll die Geriatrie weiter ausgebaut werden. Außerdem scheint man fündig geworden zu sein, um die freie Stelle des Kardiologen wieder zu besetzen. Hinsichtlich der Klinikapotheke arbeitet man künftig nicht mehr mit der Kulmbacher Klinik, sondern mit der Helios-eigenen Vogtland-Klinik in Plauen zusammen. Darüber informierten Regionalgeschäftsführer Martin Jonas und Klinikgeschäftsführer Florian Aschbrenner vom Helios-Konzern am Montag im Kreistag.


Die 111.
Klinik erworben

Jonas konnte bekannt geben, dass Helios soeben die 111. Klinik erworben habe und mit 69 000 Mitarbeitern sowie 3,4 Milliarden Jahresumsatz der größte europäische Krankenhausträger sei. In Bayern werden von Helios 14 Kliniken mit 4100 Mitarbeitern betrieben.

Man wolle nicht jeden freigewordenen Arztsitz erwerben und auch das medizinische Versorgungszentrum soll nicht weiter ausgebaut werden, versicherte Jonas.

Gerhard Brühl (CSU) hatte angemerkt, dass man ein verändertes Einweisungsverhalten der niedergelassenen Ärzte beobachte. Bei den Rhön-Kliniken sei das anders gewesen. Doch bei Rhön war vieles anders. Da gab man sich mit einer Gewinnmarge von sechs bis sieben Prozent zufrieden. Helios strebt schon für nächstes Jahr acht bis neun Prozent an. Ziel sind 15 Prozent. "Die Marge von Rhön müssen wir weiterentwickeln. Die Gewinne werden für Investitionen verwendet, nur ein geringer Teil wird an die Aktionäre ausgeschüttet", beteuerte Martin Jonas und untermauerte dies mit der Feststellung, in den vergangenen zehn Jahren seien 1,2 Milliarden Euro an Eigenmitteln in Kliniken investiert worden.


Altersmedizin wird ausgebaut

Die deutliche Steigerung der Marge machte viele Kreisräte stutzig. Jürgen Baumgärtner (CSU) formulierte das so: "Wie wollen Sie sicherstellen, dass das nicht zu Lasten der Mitarbeiter geht?"

Florian Aschbrenner bestätigte, dass die Fehlzeiten der Kronacher Klinikmitarbeiter nicht überdurchschnittlich hoch seien. Er stellte den Ausbau der Altersmedizin in Aussicht. Bis jetzt sei ein Ausbau von 20 auf 30 Betten geplant. Eine psychiatrische Tagesklinik wünschte er sich lieber heute als morgen. Nicht etablieren könne man an einem Krankenhaus der Grundversorgung ein Brustzentrum, bedauerte er. Bei den Servicegesellschaften werde einiges geändert. Die würde wieder zurückgeführt, zum Beispiel Cafeteria und Catering.

Die Apothekenversorgung werde man ab Mitte kommenden Jahres nicht mehr über die Kulmbacher Klinik abwickeln, sondern über den Helios-Standort Plauen. Es werde dafür gesorgt, dass ein Apotheker einen Tag pro Woche in Kronach anwesend sei. Die Krankenpflegeschule bestehe nächstes Jahr 50 Jahre und man werde das Jubiläum unterstützen. Jeder gute Krankenpflegeschüler werde von Helios übernommen.