Es hat auch namhafte Kandidaten wie etwa den Tschirner Bürgermeister Peter Klinger oder das langjährige Stockheimer Gemeindeoberhaupt Albert Rubel gegeben, die nicht mehr ins Gremium gewählt wurden. Auf der anderen Seite haben Nachwuchspolitiker wie etwa Markus Wich oder Jonas Geissler nicht mehr den Sprung ins wichtigste Gremium im Landkreis geschafft. Letztere Tatsache dürfte für die Kreis-CSU vor allem mit Blick auf die Ausrichtung für die Zukunft relativ schmerzhaft sein.


Brühl von Platz 25 ins Gremium

Dabei ist es auffällig, dass in erster Linie die CSU von dem personellen Wechsel betroffen ist. Acht von den 2008 gewählten CSU-Kreistagsmitgliedern waren nicht mehr angetreten, fünf wurden rausgewählt. Neu im Gremium ist seitens der CSU Gerhard Brühl, der das drittbeste Ergebnis erzielte. Angesichts des Listenplatzes 25 ein mehr als beachtliches Resultat.


Ebenfalls nach vorne gewählt wurde Carl-August Heinz, der von Platz 30 aus den Sprung ins Gremium schaffte. Obwohl der noch amtierende Bürgermeister Josef Daum in seiner Gemeinde abgewählt wurde, gelang ihm der Einzug in den Kreistag. Neu sind zudem Angela Wiegand, Peter Ebertsch, Bernd Liebhardt, Thomas Löffler und Rosa Zehnter.

Aus dem aktuellen Gremium herausgewählt wurde mit Blick auf die SPD niemand. Das liegt möglicherweise auch daran, dass sieben der bisherigen 19 Mitglieder und damit mehr als ein Drittel nicht mehr angetreten waren. Dass Kreisvorsitzender Ralf Pohl als Listenführer nur das viertbeste Ergebnis erzielt hat, darf durchaus als überraschend gewertet werden. Ebenso das Resultat von stellvertretender Kreisvorsitzender Gabriele Schülein, die von Listenplatz vier aus gerade noch das letzte freie Mandat ergattern konnte. Schlechter lief es für Heidi Hansen, ebenfalls stellvertretende Kreisvorsitzende, die von Platz 6 aus den Einzug in den Kreistag verpasste.


Timo Ehrhardt holte über 18 000 Stimmen

Das beste Ergebnis hat der Ludwigsstadter Bürgermeister Timo Ehrhardt (18 778) eingefahren, was am Dienstagabend noch nicht absehbar war, als zehn Stimmbezirke noch nicht ausgewertet waren. Beachtlich ist das Abschneiden von Peter Schmittnägel, der von Listenplatz 25 aus um 15 Positionen nach vorne gewählt wurde. Zufrieden wird auch Oliver Skall sein, der von Platz 20 aus neun "Plätze" gutgemacht hat.

Man ist geneigt zu sagen, dass bei den Freien Wählern alles nach Plan gelaufen ist, wenngleich mit Franz Hader und Helga Mück auch zwei bisherige Kreistagsmitglieder rausgewählt wurden. Bei Hader mag das jedoch an der schlechten Listenplatzierung (23) gelegen haben.

Und auch Helga Mück (12) hatte einige Bewerber vor sich. Letztlich hat bei den Freien Wählern nur einer den Sprung nach vorne geschafft: Eugen Geu ther. Er wurde von Listenplatz 15 aus acht Positionen nach vorne gewählt, was wiederum zu Lasten von Uwe W. Zipfel ging, der von Platz 8 aus den Einzug ins Gremium verpasst hat.


Riesensprung von Cilly Volk

Bei der Frauenliste sind nach wie vor Petra Zenkel und Maria Gerstner mit von der Partie. Eine Überraschung ist Cilly Volk gelungen, die von Platz 38 aus die meisten Stimmen für die Frauenliste geholt hat und damit den hinzugewonnen Sitz einnimmt.

Während es bei den Grünen mit Edith Memmel und Matthias Rudolph keine Veränderungen gibt, hat die FDP den Sprung in den Kreistag geschafft. Björn Cukrowski wird die Freien Demokraten künftig im Gremium vertreten.