3. Atemlenkung
Auch sie lässt sich hervorragend dafür nutzen, sich mental zu entspannen. Ich wende sie gerne bei Patienten an, die mit einer Halswirbelerkrankung kommen, aber nicht richtig locker lassen können. Bei der Behandlung ist es nämlich wichtig, den Patienten passiv zu bewegen. Doch dafür darf keine Spannung mehr in der Wirbelsäule sein. Durch die Atemwahrnehmung ist der Patient abgelenkt von dem, was ihn so sehr beschäftigt und dafür sorgt, dass er so angespannt ist.
Auch für die Atemlenkung legt man sich auf den Rücken, schließt die Augen und spürt die Auflagestellen. Dann gilt es, sich auf die Atmung zu konzentrieren und zu überlegen, wo man mehr hin atmet: In den Bauch oder in die Brust. Daraufhin legt man die Hände auf den Bauch, atmet gezielt tief in den Bauch und gibt mit jedem Ausatmen mehr Gewicht in die Unterlage ab. Nach der Übung spürt man schließlich nach, ob sich die Auflagepunkte verändert haben. Liege ich zum Beispiel anders da? Durch die Atemlenkung verlangsamt sich der Puls, der Muskeltonus senkt sich und man findet klare Gedanken.
4. Traumreise
Noch eine Übung für die mentale Entspannung. In einer gemütlichen Ausgangsposition schließt man die Augen und versetzt sich in der Erinnerung an einen schönen Ort, an dem man schon einmal war. Ganz egal, ob es sich dabei um einen Sandstrand, eine Wiese oder das Meer handelt.
Wenn die Bilder vor Augen klar sind, kann man versuchen den Ort mit allen Sinnen wahrzunehmen. Wie riecht es dort? Wie fühlt es sich unter meinen Füßen an? Habe ich einen bestimmten Geschmack im Mund, wenn ich an diesen Ort denke? Vielleicht kann man sogar etwas am Horizont entdecken, während man geistig umherwandert. Der Körper benötigt solche Ruhephasen, um sich regenerieren zu können.
5. Ausreichend Entspannungspausen machen
Zeitdruck ist nicht gut für unseren Organismus. Wir können ihm daher schon etwas Gutes tun, wenn wir einfach etwas mehr Pausen machen. Wie wäre es etwa damit, sich ausreichend Zeit fürs Kochen zu nehmen? Denn eine ausgewogene Ernährung ist zwar ausgesprochen wichtig, findet aus Zeitgründen aber immer häufiger gar nicht mehr richtig statt.
Selbst kürzere Entspannungspausen helfen. Die sollte man aber möglichst jeden Tag einlegen. Setzen Sie sich für diese einen festen Zeitpunkt und warten Sie nicht, bis sie Lust dazu haben. Sei es, Musik zu hören, mit Freunden zu telefonieren, sich an den letzten Urlaub zu erinnern oder einfache Dehnübungen durchzuführen.