Kommandantin Kerstin May von der Feuerwehr Steinwiesen stellte dem Gemeinderat ein Konzept zur Neubeschaffung bzw. Ersatzbeschaffung von Feuerwehrfahrzeugen vor. Der Feuerwehr Steinwiesen kommt besonders seit Inbetriebnahme der ILS eine zentrale Rolle nicht nur im Rodachtal, sondern auch über die Landkreisgrenzen hinweg zu. Im Bereich Technische Hilfeleistung steigen die Einsatzzahlen. Das macht es notwendig, eine zukunftsorientierte Verbesserung zu erreichen.

Das bisherige Fahrzeugkonzept mit Tanklöschfahrzeug TLF 16/25 (Baujahr 1985), Rüstwagen RW 1 (1985), Löschfahrzeug LF 10 (2019) und Mehrzweckfahrzeug (2012) hat sich in den letzten Jahren bestens bewährt. Durch die Beschaffung des LF 10 und die Modernisierung der Wehr konnten bereits zehn neue Mitglieder gewonnen werden. Nun soll die Ersatzbeschaffung mit einem HLF 20 (Hilfeleistungslöschfahrzeug) weitergeführt werden.

In die Jahre gekommen

Der Rüstwagen und der hydraulische Rüstsatz sind bereits in die Jahre gekommen und müssten ausgetauscht werden. Als langfristige Lösung wird nun angestrebt, den bisherigen Rüstwagen und das Tanklöschfahrzeug in einem Fahrzeug zu kombinieren - dem HLF 20. Hier ist die komplette feuerwehrtechnische Beladung bei den Anschaffungskosten inbegriffen. Die Feuerwehr Steinwiesen empfiehlt deshalb, die gemeinsame Ausschreibung für die Fahrzeuge von Steinwiesen und Kirchenpingarten (gibt einen Bonus des Herstellers) für ein HLF 20. Die Ausschreibung sollte zeitnah erfolgen (Ende 2019), damit im ersten Quartal 2020 der Auftrag vergeben werden kann. Die Auslieferung wäre Ende des zweiten Quartals wünschenswert. Das bisherige TLF 16/25 soll jedoch so lange wie möglich am Standort belassen werden.

Das neue Fahrzeug soll über eine Ausrüstung für technische Hilfeleistung, vier Pressluftatmer, einen 2000-Liter-Wassertank, Sprungretter, Lichtmast am Fahrzeug, Schaummischanlage und Schaummitteltank und Allradantrieb verfügen. Als einziger Nachteil ist das zulässige Gesamtgewicht mit über 7,49 to zu sehen. Finanziert werden könnte das neue Fahrzeug wie folgt: Anschaffungskosten komplett 330 000 Euro, davon Zuschuss der Regierung 125 000 Euro, Abverkauf Rüstwagen und alter Rüstsatz 10 000 Euro, Zuschuss mit Kooperationspartner (Kirchenpingarten) 12 500 Euro. Somit bliebe für den Markt Steinwiesen ein Eigenanteil von circa 182 500 Euro.

Technik komplett erneuert

Kommandantin Kerstin May betonte, dass durch die Anschaffung des HLF 20 die komplette feuerwehrtechnische Beladung der Feuerwehr Steinwiesen ohne Zusatzkosten erneuert und modernisiert wird und damit die Einsatzbereitschaft über Jahre sichert. Das von Kerstin May vorgestellte Fahrzeugkonzept wurde vom Marktgemeinderat Steinwiesen genehmigt und Kämmerer Rainer Deuerling mit den Ausschreibungen beauftragt.

Die Feuerwehr Nurn wurde von der Kreisbrandinspektion begutachtet. Die Kenntnisse im Feuerwehrwesen und die vorgestellte Übung wurden mit "sehr gut" bewertet. Bürgermeister Gerhard Wunder (CSU) und das gesamte Gremium sagen dem Kommandanten und seinem Stellvertreter sowie der ganzen Mannschaft einen großen Dank.

Stadtumbau geht weiter

Alexander Eberl stellte den Jahresbericht des Stadtumbaumanagements (SUM) vor. Es wurden Maßnahmen in der strategischen Ausrichtung, Immobilien- und Flächenmanagement, Gemeindeentwicklung und lokaler Ökonomie sowie Veröffentlichungen im Mitteilungsblatt, durchgeführt. Die Schaffung von Mietwohnraum soll auch durch die Unterstützung der Immobilienlotsen verbessert werden.

Nachdem in Steinwiesen das "Gerberhaus" in Angriff genommen wurde, stehen drei "neue alte" Gebäude auf der Liste des SUM in Steinwiesen. Für das Anwesen Kirchplatz 1a (ehemalige Quelle) wird eine Kostenschätzung bzw. eine Machbarkeitsstudie erstellt. Die Nutzung könnte sowohl als Wohnraum als auch als Ferienwohnungen erfolgen. Das Anwesen wäre hier ideal, liegt es doch zentral mit kurzen Wegen.

Der Schwerpunkt des Stadtumbaumanagements bzw. des Leerstandes liegt auf dem Umbau von nicht mehr oder eher selten genutzten Bausubstanzen zu Übernachtungsmöglichkeiten. Hier kann mit der Kooperation mit dem Tourismusverband und dem Kommunalmarketing sowie mit Unterstützung von Wagners Hotel einiges bewirkt werden. Die Anbieter von Ferienwohnungen würden entlastet, die Auslastung erhöht und moderne Standards etabliert werden können. Hierzu gibt es im Januar 2020 einen Infoabend für Eigentümer, Gastronomen und alle Interessierten in Wagners Hotel.

Beim interkommunalen Förderprogramm stehen in Steinwiesen und Wallenfels seit Beginn im Jahr 2014 zahlreiche Sanierungsberatungen zu Buche. Im laufenden Kalenderjahr sind bereits 19 Anmeldungen zu verzeichnen. 25 Vorhaben wurden bereits komplett abgerechnet oder sind in der Umsetzung.

Sprechstunden gut angenommen

Feste Bürgersprechstunden gibt es auch seit 2019 wieder und zwar am ersten Mittwoch im Monat in Steinwiesen und am letzten Mittwoch in Wallenfels. Jeweils von 12 bis 14 Uhr. Sie werden auch sehr gut angenommen, im letzten Jahr fanden so 40 Erstkontakte statt. Positiv entwickelt hat sich auch der "Rodachtaler", hier konnten wieder viele neue Geschäfte zum Mitmachen bewogen werden.