"Kronach leuchtet" geht in Runde neun. Und heuer wird alles ein bisschen anders. Dafür sorgt schon das Motto des Licht-Events, das im Jahr 2014 unter dem Motto steht "Über den Dächern".

Rainer Kober, Vorsitzender von Kronach Creativ und eine treibende Kraft bei "Kronach leuchtet", erklärt, dass Hauptorganisator Klaus Metzler diesen Slogan gewählt habe, weil heuer zum einen die Dachlandschaft der Kronacher Altstadt, zum anderen die auf dem Rosenberg thronende Festung stärker in den Fokus rücken sollen. "Er wollte eine andere Perspektive suchen", so Kober.

Und Metzler selbst hat schon in der jüngsten Kronacher Stadtratssitzung einen Lichtweg auf und um das Wahrzeichen der Kreisstadt angekündigt.
"Wir wollen die Festung dieses Mal ernsthaft einbeziehen", hat er versprochen.


Lichtweg zum Bollwerk

Das Zentrum des Events bleibt laut Metzler der Bereich Melchior-Otto-Platz, Lucas-Cranach-Straße, Marktplatz und Alte Markthalle. "Und dann bieten wir den Lichtweg an, der vom Stadtturm links zur Wolfsschlucht, durch den mittleren Wallgraben auf die Bastion und zurück über die Festungsstraße führt", erklärt er auf unsere Anfrage. Dabei konzentriert sich die Beleuchtung nicht nur auf Gebäude. Auch die Natur wird heuer stark einbezogen, wie Kober ergänzt.

"Das Lichtkonzept ist mit dem Coburger Designforum und den Leuten von den Hochschulen abgesprochen", geht der Vorsitzende von Kronach Creativ auf den Stand der Vorbereitungen ein. "Die Ausschreibung für die Lichtworkshops ist gemacht." Nun können sich die Studenten bewerben, wie Kober ausführt. Vor allem die Hochschulen Wismar, Leipzig, Turin und Stockholm haben Interesse bekundet. "Drei Lichtdesigner betreuen die Workshops."


Gespräche aufgenommen

Mit den Musikern sind die Gespräche ebenfalls schon am Laufen. Und auch in diesem Bereich tut sich etwas. "Der Melchior-Otto-Platz wird heuer eher ruhig gestaltet werden", blickt Kober auf die vom 9. bis 18. Mai dauernde Großveranstaltung, die zuletzt 90 000 Besucher in die Kreisstadt gelockt hat. Der Marktplatz werde hingegen wieder zum Dreh- und Angelpunkt des "Nachtlebens" in der Oberen Stadt. Die Festung rückt in dieser Hinsicht allerdings ebenfalls stärker in das Blickfeld. "Es wird einen zusätzlichen Anlaufpunkt auf der Bastion Marie geben", erklärt Kober. Dabei wird man auch die Festungsgaststätte einbeziehen.

Und der Erhardts-Garten am Fuß der Festung, unterhalb des Kriegerdenkmals, wird ebenfalls zusätzlich ins Konzept aufgenommen. Er bildet dann eine Art Brückenschlag vom Rathaus zur Befestigungsanlage.
Nachdem Klaus Metzler das Konzept im Stadtrat Kronach vorgestellt hatte, wurde der Zuschuss der Kreisstadt um 2500 Euro plus 2500 Euro an Bauhofleistungen auf jeweils 7500 Euro angehoben.


Spendenpotenzial nutzen

Dass dadurch die stattlichen Ausgaben für ein derartiges Vorhaben natürlich nicht gedeckt sind, ist klar. Deshalb hofft Kober, dass es in diesem Jahr noch besser gelingt, auf die Besucher zuzugehen, um ihre Spendenbereitschaft zu wecken. "Wir werden versuchen, die Botschaft noch besser rüberzubringen", betont Kober. Er sehe in freiwilligen Spenden nämlich ein "irres Potenzial", dass einen wesentlichen Beitrag dafür leisten könnte, "Kronach leuchtet" dauerhaft zu sichern.

Forcieren würde Kober zudem gerne die im Stadtrat angeregte Einrichtung von Festin stallationen. "Es ist eine Vision, dass die Kronacher Altstadt wunderschön leuchtet. Das wäre toll für deren Belebung."