Man bezeichnet sie als die "Dancing Queen des Orients" - und so wirbelt sie dann auch in atemberaubender Geschwindigkeit über die Bühne. Doch zuvor wurde sie von Moderator Louis als eine "emphatische Dame mit respektvollem Ton" angekündigt.

Der Moderator kreierte mit seiner Partnerin Seetha ein facettenreiches Rahmenprogramm, das zwischen den Auftritten von Naheda für Spaß und Unterhaltung sorgte. Doch im Mittelpunkt stand natürlich Naheda, die bei dieser Gelegenheit auch zurückblickte: "1992 zog mich der orientalische Tanz in seinen Bann und ließ mich seither nicht wieder los." Naheda berichtete von anfänglich wunden Füßen und einem starken Willen, der sie durch die ganze Welt begleitete. "Aber ich bin wie ein Olivenbaum und im Kronacher Landkreis fest verwurzelt. So lange mich meine Füße tragen, komme ich immer wieder hierher zurück zu euch", versprach sie ihren applaudierenden Fans.

Was danach kam, war ein Wirbel aus Schleiern, Hüftschwüngen und schnellen Bewegungen. Und wie Bauchtanz auf männlich geht, zeigte Stargast Erhan Ay aus Istanbul. Seine kreisenden Hüften brachten Herzen zum Schmelzen und Frauen zum Träumen. Für Adrenalinstöße sorgten zudem "Savas Nart" aus Köln. Sie wirbelten nicht nur wie Tornados über die Bühne, sondern warfen auch Messer, ohne ihr Ziel zu verfehlen. Von den "Perlen des Orients" und den "Töchtern des Sultans" hin zu Bollywood und Indie-Oriental: Das Programm war so schillernd wie die Jubilarin, die es zusammengestellt hatte. Im Finale endete der Abend, der ein ganzes Leben voller Musik, Liebe zum Tanz und Lebensfreude auf die Bühne zauberte.