Die Obere Stadt soll attraktiver werden. Um dieses Ziel zu erreichen, haben sich bereits mehrfach die Gewerbetreibenden der Oberen Stadt getroffen und Schritte überlegt, wie man zu diesem Ziel kommen kann.

Einer davon ist der, dass man aufzeigen will, was die Obere Stadt überhaupt alles zu bieten hat. Und das sind vor allem Handwerk und Kunst, wissen Anna-Lena und Nora Jeske sowie Beate und Markus Schäuble, die nicht nur Geschäfte in der Oberen Stadt betreiben, sondern sich auch bei der Entwicklung des Stadtviertels einbringen.

Mehrfach habe man sich nun bereits mit den anderen Gewerbetreibenden, Künstlern, Gastronomen, und Bewohnern getroffen und sich verschiedene Sachen überlegt, die zur Steigerung der Attraktivität der Oberen Stadt beitragen sollen.
"Wir sind kein Verein, das ist einfach eine lose Zusammenkunft derjenigen, denen die Obere Stadt am Herzen liegt", beschreibt Anna-Lena Jeske.

Entstanden seien diese Zusammenkünfte aus einem Treffen, zu dem Kerstin Löw, Leiterin des Tourismus- und Veranstaltungsbetriebs der Stadt, bereits vor Weihnachten eingeladen hatte. Dabei sei auch die Frage aufgekommen: "Was fehlt denn in der Oberen Stadt?" Und so habe sich eines nach dem anderen ergeben. Die Obere Stadt wird also aktiv.

Die erste Aktion, die aus den losen Zusammenkünften der Oberen-Stadt-Liebhaber entstanden ist, ist die, zu zeigen, was das Viertel zu bieten hat. "Wir öffnen am Sonntag, 15. März, unsere Werkstätten und Ateliers", sagt Beate Schäuble. Immerhin machen genau diese die Obere Stadt aus. Im Lauf der Jahre hat diese sich doch immer mehr zum Künstlerviertel mit Ateliers, Werkstätten und kleinen Handwerksbetrieben entwickelt.

Am Sonntag, 15. März, ist in ganz Kronach verkaufsoffen, zudem ist an dem Wochenende Tag der offenen Töpfereien (14. und 15. März). Und eine solche betreiben Beate und Markus Schäuble in der Oberen Stadt. Zwei Gründe also, aus denen sich die Idee entwickelt hat, gleich in alle Werkstätten und Ateliers der Oberen Stadt einen Einblick zu gewähren.

Und so kann man an diesem Tag erleben, wie Beate und Markus Schäuble Raku-Keramik brennen, wie Anna-Lena und Nora Jeske, die Schwestern, die über die Landkreisgrenzen hinaus als Dirndl-Designerinnen bekannt sind, Kleider entwerfen und schneidern. Und auch in anderen Ateliers darf über die Schulter geschaut werden. So zum Beispiel bei der Restauratorin Petra Zenkel oder bei der Künstlerin Mirjam Gwosdek.