• Landkreis Kronach: Corona-Ampel springt auf rot
  • 7-Tage-Inzidenz bei 435,5; Intensivbetten zu über 80 Prozent belegt
  • Laut bayerischer Corona-Verordnung: Die Regeln in Kronach werden ab Sonntag verschärft

Der Landkreis Kronach hat die Corona-Warnstufe rot erreicht, dass teilte das Landratsamt am Samstag (6.11.2021) mit. Demnach sind über 80 Prozent der Intensivbetten im Kronacher Land belegt. Die 7-Tage-Inzidenz beträgt 435,5. Diese Zahlen haben Folgen: Laut bayerischer Corona-Verordnung kommt es nun ab Sonntag (7.11.2021) um 0 Uhr zu verschärften Corona-Regeln.

Rote Intensiv-Ampel: Landkreis Kronach wird regionaler Corona-Hotspot

Im Kampf gegen die explodierenden Fallzahlen im Freistaat hat das bayerische Kabinett am Mittwoch (3. November 2021) härtere Covid-19-Regelungen auf den Weg gebracht: In Bayern springt die Krankenhaus-Ampel seit dem heutigen Samstag auf die Stufe Gelb, wenn landesweit 450 Intensivbetten belegt sind. Stufe Rot zeigt die Ampel, wenn es 600 Intensivpatienten gibt.Die Zahl lag am Samstagmorgen laut Intensivregister bei 552 (Stand: 06.11.2021, 09.05 Uhr; Quelle: DIVI). Die Verschärfungen treten am Samstag  in Kraft. Konkrete Auswirkungen haben sie indes erst ab Sonntag. 

Die Regelungen einer roten Krankenhaus-Ampel gelten indes auch für Hotspots, in denen eine 7-Tage-Inzidenz von mehr als 300 und zugleich eine Intensivbetten-Auslastung von mehr als 80 Prozent vorliegen. Dies ist bei der gegenwärtigen Corona-Lage der Stadt Schweinfurt der Fall. Gemäß der geänderten bayerischen Corona-Verordnung kommt es nun zu strengeren Maßnahmen. Unter anderem gilt die 3G-Regel fortan auch am Arbeitsplatz. 2G wird zudem deutlich ausgeweitet. In der Gastronomie gilt dann flächendeckend die 3G-plus-Regelung.

In Kronach sind laut Landratsamt im Leitstellenbereich (Coburg/Kronach/Lichtenfels) die zur Verfügung stehenden Intensivbetten bereits zu über 80 % ausgelastet, außerdem liegt die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Kronach über der maßgeblichen 300-er Marke. Folglich gelten hier zusätzlich die Maßnahmen entsprechend, die bei einer landesweiten roten Krankenhausampel gelten würden.

Das gilt im Landkreis Kronach ab Sonntag

Folgende Regeln werden sich im Landkreis Kronach ab Sonntag (7.11.2021) verschärfen:

  • Als Maskenstandard gilt wieder die FFP2-Maske (statt medizinischer Gesichtsmaske); Kinder und Jugendliche zwischen dem sechsten und 16. Geburtstag müssen nur eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Regelungen im Bereich der Schule siehe weiter unten.
  • Für die Gastronomie, Beherbungsunternehmen und körpernahe Dienstleistungen gilt künftig 3G plus. Nichtimmunisierte können also nur mit aktuellem PCR-Test teilnehmen. Schülerinnen und Schüler, die der regelmäßigen Testung im Rahmen des Schulbesuchs unterliegen, sind hiervon ausgenommen.
  • Einrichtungen, Veranstaltungen etc., die sonst nach 3G-Regeln zugänglich waren, sind nur noch nach 2G zugänglich, also nur für Personen, die geimpft oder genesen sind oder das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, nicht für Getestete. Dies betrifft im Hinblick auf geschlossene Räume z.B. den Zugang zu öffentlichen und privaten Veranstaltungen in nichtprivaten Räumlichkeiten, Sportstätten und praktischer Sportausbildung, Fitnessstudios, dem Kulturbereich mit Theatern, Kinos, Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten, außerdem zu Freizeiteinrichtungen einschließlich Bädern, Saunen, Solarien, Führungen, Indoorspielplätzen, Spielhallen und -banken. Anbieter, Veranstalter, Betreiber, Beschäftigte und ehrenamtlich Tätige dieses Bereiches, die weder geimpft noch genesen sind, müssen an mindestens zwei verschiedenen Tagen pro Woche über einen negativen PCR-Testnachweis verfügen.
  • Für Clubs, Diskotheken und vergleichbare Freizeiteinrichtungen gilt 2G (geimpft oder genesen).
  • In Hochschulen, außerschulischen Bildungsangeboten einschließlich der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie Bibliotheken und Archive gilt weiterhin die Zugangsmöglichkeit auch mit Schnelltest (3G).
  • Die Zugangsregelung „3G“ (einfacher Schnelltest zweimal pro Woche genügt) gilt in Betrieben mit mehr als 10 Beschäftigten außerdem für alle Beschäftigten, die während ihrer Arbeit Kontakt zu anderen Personen haben (egal ob Kunden, andere Beschäftigte oder sonstige Personen). Das gilt allerdings nicht für den Handel und den ÖPNV.

Maskenpflicht und Tests an Schulen nach den Herbstferien

Das Landratsamt erklärt weiterhin, dass es das erklärte Ziel der Staatsregierung sei, in den Schulen durchgängigen Präsenzunterricht zu ermöglichen. Bereits jetzt seien in der Altersgruppe der Schülerinnen und Schüler besonders hohe Inzidenzen zu beobachten.

Um nach den Herbstferien die Gefahr von weiteren Infektionen durch Reiserückkehrer möglichst zu verhindern, wird in den Grundschulen für eine Woche und in den weiterführenden Schulen für zwei Wochen wieder eine Maskenpflicht im Schulgebäude eingeführt, und zwar nach den gleichen Regelungen wie zu Schuljahresbeginn (Maskenpflicht auch am Platz und unabhängig vom Mindestabstand, Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 können eine textile Mund-Nasen-Bedeckung tragen, alle übrigen Schüler medizinische Gesichtsmasken).  Wie das bayerische Gesundheitsministerium auch mitteilt, werden bei einem Infektionsfall in einer Klasse die Teilnehmer dieser Klasse künftig eine Woche lang an jedem Schultag getestet.