Alle Schützenfestgänger können aufatmen. Knapp einen Monat vor demFreischießen (13. bis 23. August) ist klar, das Volksfest wird wie gewohnt stattfinden. Die Stadt Kronach teilt mit, dass der Rechtsstreit zwischen der Stadt und einem Anwohner um die Art der Durchführung des Freischießens beigelegt werden konnte.

"Im gegenseitigen Einvernehmen zwischen Stadt, Schützengesellschaft und Anwohner wurde eine Regelung getroffen, wonach das Freischießen in der bisher üblichen Form weiter durchgeführt werden kann", stellt die Stadt in ihrem Schreiben fest. Auch könnten weitere Veranstaltungen auf dem Schützenplatz stattfinden, diese seien auf maximal sieben Abendveranstaltungen jährlich begrenzt.


Planungssicherheit

Schützenmeister Frank Jungkunz klingt beruhigt: "Es ist gut, wenn man weiß, wie es weitergeht. Jetzt haben wir Planungssicherheit." Die Spielregeln, auf die man sich mit dem Anwohner geeinigt habe, seien auch nicht befristet, sondern "dauerhaft festgeschrieben". Mit der Begrenzung der lärmintensiven Veranstaltungen sei man der Gegenseite entgegengekommen.

Der Anwohner freut sich ebenfalls über die konstruktiven Verhandlungen. Der Schützengesellschaft seien Nutzungsmöglichkeiten eingeräumt worden, die Belastungen für die Anwohner würden minimiert. Von der Vereinbarung ausgenommen sei eine Regelung zum Schützenhaus. "Die von mir gewünschte Klärung auch dieser Problematik muss zukünftig noch erfolgen." Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (FW) dankt der Schützengesellschaft und dem Anwohner für das zielorientierte Miteinander. "Alle Parteien waren an einer verbindlichen Lösung interessiert." Mit der vorliegenden Vereinbarung habe die Schützengesellschaft Rechts- und Planungssicherheit, aber auch für die Anwohner habe die Belastung durch Immissionen des Festplatzes klare Grenzen.