Ein imposanter Festumzug und eine grandiose Kundgebung prägten den Sonntag anlässlich des Doppeljubiläums der Sängervereinigung "Edelweiß" Windheim. Der Festzug sowie die große Kundgebung der Sängergruppe Frankenwald auf dem Festplatz waren die Höhepunkte eines beeindruckenden Sängerfestes.
Der Festzug wurde nicht nur von Kapellen begleitet, sondern inspiriert von den Klängen der Blasmusik sangen die Gesangvereine einfach mit und verwandelten den Frankenwaldort in ein klingendes und singendes Dorf. Dazu trugen auch die begeisterten Passanten und Zuschauer mit bei. Auch sie stimmten am Straßenrand mit ein und konnten ihre Stimmen angesichts dieser großartigen Stimmung nicht zurückhalten und sangen die beliebten Marschlieder mit. Mit der Hymne an die Freundschaft eröffnete der Musikverein Frankenwald, unter Leitung von Stephan Schmidt, die kunterbunte Kundgebung auf dem Festplatz bei strahlendem Sonnenschein. "Der Herrgott muss ein Sänger sein", scherzte ein hocherfreuter Präsident des Fränkischen Sängerbunds, Peter Jacobi, angesichts des strahlenden Sonnenscheins über dem Festplatz und des sich farbenfrohen Bildes, das sich aus den zahlreichen Gesangsvereinen mit schmucken Trachten und Kostümen bildete.
Die offizielle Begrüßung oblag 1. Vorsitzenden Manfred Fehn (vom Jubelverein) sowie dem 1. Vorsitzenden der Sängergruppe Frankenwald, Bernhard Zipfel. Sie freuten sich über zahlreiche Ehrengäste neben Hunderten von Sängerinnen und Sängern und aberhunderten Sängerfans.
Bürgermeister Thomas Löffler eröffnete den Reigen der Festredner und entbot im Namen der Gemeinde Steinbach am Wald herzliche Willkommensgrüße. Er dankte dem Jubelverein für das großartige Jubiläumsfest und die erfolgreiche Jugendarbeit.
Schirmherr Landrat Klaus Löffler dankte im Namen des Landkreises für das große Engagement des Jubelvereins. Das Fest zeige deutlich den Zusammenhalt der Gemeinschaft in dem Frankenwalddorf in der Gemeinde Steinbach am Wald. "Sie alle leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Weiterentwicklung ihrer Heimat mit großem, ja herausragenden, ehrenamtlichen Engagement", lobte der Schirmherr. In seiner emotional bewegenden Ansprache motivierte der Landrat alle Ehrenamtlichen zum mutigen Weitermachen zur Gestaltung der Zukunft im Landkreis Kronach.


"Liedgut erhalten"

Der Vizepräsident der Regierung von Oberfranken, Thomas Engel und MdB Hans Michelbach entboten herzliche Grüße und Glückwünsche. Vizepräsident Engel rief dazu auf, weiter das Liedgut zu erhalten aber auch sich nicht der Moderne zu verschließen. Bundestagsabgeordneter Michelbach meinte, dass die große Sängerfamilie Wertschätzung und Anerkennung verdiene. Pflege von Brauchtum, Tradition und Kultur stünden bei ihnen obenan und dafür leisteten Vereine wie der Jubelverein großartige Arbeit.
Günter Freitag dankte dem Jubelverein und allen Chören, die an der Tradition der Sängerkundgebung festhalten. Besonders dem Jubelverein galt ein großer Dank für die gute Organisation und für die gelungene Vorbereitung und Durchführung des Festes.
Im Sängerkreis sind 40 Kindertagesstätten für tägliches Singen ausgezeichnet worden. Besonders liege dem Sängerkreis die Förderung der Kinder und Jugend am Herzen, sie an das Liedgut heranzuführen. Im Landkreis Kronach seien hier Windheim und Steinwiesen beispielgebend, möglichst viele Schulen und Vereine sollten ihrem Beispiel folgen. Mit dem Sängerspruch "Viva la musica schlinget das Band um alle, die da Singen in unserm Land", schloss der Präsident zugleich den offiziellen, vokalen Teil des Festes.
Bevor es zur allgemeinen Unterhaltung mit den "Original Reichenbacher Musikanten" im Festzelt weiterging, kamen noch die Sängerstimmen zum Klang. "Candate" von Franz Sorges trugen die Chöre der Sängergruppe gemeinsam unter Leitung des Ehrenchorleiters Walter Klose vor. Den Sängerspruch dirigierte Gruppenchorleiter Markus Häßler und "Die Gedanken sind frei" dirigierte Gruppenchorleiterin Agnes Kauffer. Den krönenden Abschluss der Kundgebung bildeten die gemeinsam gesungenen Hymnen: die Bayernhymne und die Nationalhymne.
Der Jubelverein hatte alles bestens vorbereitet, um ein Wochenende mit schöner Blasmusik zu bieten. Am Freitag unterhielt der Musikverein Wickendorf, Samstag spielte die Stadtkapelle Teuschnitz auf, zum Frühschoppen am Sonntag waren es die heimischen Frankenwaldmusikanten und das Fest klang aus mit dem Musikverein Tettau.
Die Vereinsführung zeigte sich stolz darauf, das es möglich gewesen sei, fünf ausschließlich heimische Blasmusikkapellen verpflichtet zu haben.


Freundschaftssingen brachte 29 Chöre mit rund 600 Sängern zusammen


Beeindruckende chorische Leistungen prägten das Wertungs- und Freundschaftssingen in der St.-Nikolaus-Kirche. Aus Anlass des Doppeljubiläums der Sängervereinigung "Edelweiß" Windheim (50 Jahre Männerchor, 90 Jahre Sängervereinigung "Edelweiß") trafen sich am Sonntag insgesamt 29 Chöre mit rund 600 Sängerinnen und Sängern aus dem Bereich des Sängerkreises Coburg-Kronach-Lichtenfels zum Freundschaftssingen, davon stellten sich zwölf Chöre der Jury zur Beurteilung ihrer chorischen Leistung im Wertungssingen. Die Jury bestand aus den beiden Musik- und Gesangsexperten Axel Stumpf (Schmölz) und Markus Häßler (Windheim- Sonneberg, neuer Gruppenchorleiter Sängergruppe Frankenwald). Sie bekamen ein breit gefächertes Liedgut zu Gehör und manchmal fiel die Entscheidung nicht leicht.


Man ließ sich nichts anmerken

Die Spannung und Konzentration lag zwar in der Luft, aber die Sängerinnen und Sänger ließen sich vor ihren großen Auftritten nichts davon anmerken. Sie mussten ihre Leistung nach mehreren Kriterien bewerten lassen. Die musikalische Leistung nach notengetreuer Wiedergabe, Tonreinheit und Klangschönheit. Aussprache und Textbehandlung. Die Liedgestaltung nach Liedcharakter, Tempo, Dynamik/Phrasierung. Bewertung nach dem Gesamteindruck, wie Chorleitung, Chordisziplin, Wert und Schwierigkeit des Chorliedes, Anregungen und abschließende Würdigung.
Wohlgemerkt das Wertungssingen erfolgte freiwillig und kann den Chören einen Vergleich ihres Leistungsstandes bieten. Neun der zwölf angetretenen Chöre erreichten das Prädikat sehr gut und hervorragend.


Wie ging das Wertungssingen aus?



Hervorragend Männerchorgemeinschaft Mannsgereuth/Marktgraitz (Chorsatz "Die Gewißheit", Harald Genzmer), Leitung Günther Welsch. Männerchor "Liederkranz" Haig (Fahrt zur Liebsten, Kurt Lissmann), Leitung Thomas Detsch. Gesangverein 1857 Cäcilia Friesen, Männerchor ("Tiroler Nachtwache", Armin Knab), Leitung Theo Wich. Gesangverein Roth, gemischter Chor ("Traum von Amsterdam"), Leitung Brigitte Wolf). Gesangverein 1888 Eichicht, Männerchor ("Slavonisches Ständchen", bearbeitet von Hugo Jüngst, Carl Bieber), Leitung Dieter Becker. Gesangverein Harmonie Oberlangenstadt, Männerchor ("Das Morgenrot", Rudolf Pracht), Leitung Agnes Kauffer). Chorgemeinschaft Seibelsdorf, gemischter Chor ("Jauchzet dem Herrn", Friedrich Silcher), Leitung Benjamin Jung.

Sehr gut Gesangverein "Frohsinn" 1887 Steinbach a.d.Haide, gemischter Chor ("Kumbaya my Lord", Hans Kaspar Scharf), Leitung Klaus Methfessel. Gesangverein "Frohsinn" Steinbach a.d.Haide, Männerchor ("Festgesang", Christian Siegler), Leitung Klaus Methfessel.

Gut Gesangverein 1848 Ludwigsstadt, gemischter Chor ("Hebe deine Augen", Friedrich Mendelssohn Bartholdy), Leitung Klaus Methfessel. Gesangverein 1878 Hummendorf, gemischter Chor ("Die Nacht", Franz Schubert), Leitung Claudia Götz. Chorgemeinschaft Liederkranz Neustadt/Waldeslust Rothenhof, gemischter Chor ("Abschied vom Walde", Felix Mendelssohn Bartholdy), Leitung Wolfgang Friedrich. eh