Bereits in seinen Eingangsworten machte Pastoralreferent Josef Grünbeck sehr deutlich, wie Konsum, Party und Feiern das Weihnachtsfest über die Geburt des Erlösers in den Hintergrund stellen.

Statt der Predigt hatten die Kinder mit ihrem "Weihnachtsspiel" dann das Wort bzw. den Auftritt und ließen alle gespannt aufhören beim Titel des Spiels "Weihnachten bei Barbie & Ken". Wer aber rosa Kleider und schlanke Puppen erwartet hatte, wurde enttäuscht. Mit einer Überraschungsparty bei Barbie (dargestellt von Johanna Messer) und Ken (Hans Kaiser) wollten ihre Freunde eine "angesagte" Weihnachtsparty steigen lassen und überraschten das Ehepaar nach ihrem Kirchenbesuch mit Hip-Hop-Musik, Girlanden, Häppchen und Alkohol.

Barbie und Ken steigen mit ins Partygeschehen unter dem großen Christbaum in der Heilig-Geist-Kirche ein, als es an der Haustür klingelt und Ken alias Hans Kaiser einem "asozialen" Ehepaar, die Frau (dargestellt von Inga Liwar) ist hochschwanger und bittet um Hilfe, die Tür öffnet. Fast an die Herbergssuche vor 2000 Jahre erinnert der abweisende Ton, bis sich Barbie und Ken dazu hinreißen lassen, den beiden Bittenden Obdach in einer Abstellkammer zu geben und dann weiter feiern.


Eine "ätzende" Bescherung

Als das Kind geboren wird, mitten hinein in die Party, finden es die Gäste eine "ätzende" Bescherung und verlegen die Party zu einem Nachbarn. Das Kind wird versorgt und unter dem Christbaum kommen der Vater von Jesu und Ken ins Gespräch über die Not und Arbeitssuche und sie entdecken am Tisch gemeinsam mit Barbie den Sinn der Weihnacht neu.

Pastoralreferent Beck zollte den Kindern und Verantwortlichen Respekt, da auch er anfangs skeptisch beim Titel war, aber die "alte Geschichte" hinein in die Moderne, in unsere Gegenwart hinein zu transportieren, sei allen gelungen, meinte er.