Alexander Hempfling vom Architekturbüro 3 D Detsch aus Kronach stellte in der Gemeinderatssitzung einen ersten Entwurfsplan zum Rathausumbau vor, der von den Räten diskutiert und einstimmig befürwortet wurde.

Laut Bürgermeister Rainer Detsch (FW) habe man sich schon länger mit einer solchen Planung beschäftigt und auch die Mitarbeiter mit einbezogen, weil es im Parterre um eine andere Bürogestaltung mit mehr Glas und viel Licht in den Räumen geht.

Trennwände werden zum Teil wegfallen und nur noch Raumteiler sollen die Arbeitsplätze trennen. Der Bürger soll schon beim Betreten des Rathauses erkennen, hier ist er willkommen und wo Mitarbeiter frei ansprechbar für seine Anliegen sind.

Wichtig ist in dem Zusammenhang ein barrierefreier Zugang für Menschen mit Gehbehinderung oder Gehbeeinträchtigungen.
Deshalb wäre auch ein Aufzug seitlich des Rathauses in Erwägung zu ziehen, denn bei Trauungen oder Sitzungen, die alle im ersten Stock stattfinden, haben Menschen mit Gehbehinderung oder -beeinträchtigung große Schwierigkeiten, daran teilzunehmen. Diese Variante fand den Zuspruch aller Fraktionen.

Bürgermeister Rainer Detsch fasste zusammen, insgesamt gehe es darum, den Parterrebereich mit den am meisten besuchten Verwaltungsstellen wie Passwesen, Einwohnermeldeamt, Finanzverwaltung mit Kasse, Bürgerhilfsstelle usw. möglichst bürgerfreundlich und zeitgemäß zu gestalten.

Auch eine Sitzgruppe ist im Foyer vorgesehen, sollte es doch mal zu Wartezeiten für die Bürger kommen - und über ein Bergwerksmodell im Eingangsbereich als Blickfang wird nachgedacht.

Eine weitere wichtige Entscheidung zur Verbesserung der Infrastruktur traf das Gremium mit einstimmiger Zustimmung zum weiteren Ausbau der Breitbandversorgung im Gemeindegebiet. Die Gemeinde Stockheim hat mit Unterstützung des beauftragten Planungsbüros IK-T ein Markterkundungs- und Auswahlverfahren zur Breitbandversorgung durchgeführt.

Im Markterkundungsverfahren (Breitbandausbau ohne finanzielle Beteiligung Dritter) ist ein Angebot der Telekom Deutschland eingegangen, das im Verfahren entsprechend berücksichtigt wurde. Das Angebot wurde vom Planungsbüro IK-T geprüft und nach den definierten Kriterien des Breitbandförderprogramms bewertet.

Aus dieser Bewertung geht das Angebot der Telekom Deutschland GmbH als wirtschaftliches Angebot hervor. Daher entschied sich der Gemeinderat für das Angebot zum technischen Breitbandausbau in mehreren Erschließungsgebieten in Neukenroth, Burggrub, Stockheim (Gewerbegebiet), Mostholz und Haig. Das Erschließungsgebiet Reitsch wird zusätzlich zu denen bereits in der Markterkundung angegebenen Gebieten eigenwirtschaftlich ausgebaut.

30 bis 50 Mbit/s für alle

Für alle beinhalteten fünf Erschließungsgebiete ergibt sich ein Deckungsbeitrag von 522 862 Euro. Daraus ergibt sich abzüglich der Fördersumme ein Eigenanteil für die Gemeinde von 107 000 Euro. "Das ist sehr erfreulich", kommentierte Bürgermeister Detsch das Angebot, denn damit bekommt die Gemeinde größtenteils eine Geschwindigkeit über Glasfaser von 30 bis 50 Mbit/s für jeden Haushalt, im Gewerbegebiet Stockheim sogar bis 200 Mbit/s.

Geschäftsleiter Rainer Förtsch sprach von einem "Superangebot". Ein Antrag der evangelischen Kirchengemeinde Stockheim auf Bezuschussung der Orgelrenovierung in der Auferstehungskirche wurde mit Hinweis auf bestehende gemeindliche Grundsatzbeschlüsse bei zwei Gegenstimmen von Rudi Jaros (FW) und Reiner Ebert (SPD) abgelehnt.

Einstimmig genehmigt wurde ein Antrag des Schützenhorts Stockheim auf Bezuschussung zur Dachsanierung in Höhe von zehn Prozent der nachgewiesenen Kosten, maximal 10 000 Euro. Dies gilt auch für die Zustimmung einer Bezuschussung auf Antrag der Katholischen Kirchenverwaltung Haig für den Ausbau der Sakristei der St.-Anna-Kirche.

Ferienprogramm: mehr Zuschuss

Der Auftrag für Schulmöbel für das Lehrerzimmer der Schule in Reitsch wird an Firma Gardinen-Schultes, Mostholz, für 15 615 Euro vergeben.

Ab dem Ferienprogramm 2015 unterstützt die Gemeinde die ausführenden Vereine besser als bisher. Es wird ein Betreuer für je fünf Kinder/Jugendliche anerkannt. Bisher gab es für zehn Kinder einen Zuschuss für einen Betreuer.

Dem Ferienprogramm wird in der Gemeinde ein hoher Stellenwert eingeräumt. Um diesen Baustein im Rahmen der familienfreundlichen Gemeinde auch weiterhin nutzen und attraktive Programme anbieten zu können, wurde der Änderung der Jugendförderrichtlinien zugestimmt.

Ein Anliegen der Servicestelle des staatlichen Bauamtes Bamberg, aus Gründen der Verkehrssicherheit eine Querungshilfe an der B 89-Abzweigung Staatsstraße 2708 nach Haig baulich nachzurüsten, stieß bei den Räten nicht auf Gegenliebe. Insofern lehnte man eine Kostenübernahme für die Beleuchtung an der vom Straßenbauamt angestrebten Querungshilfe B 89/ Abzweigung Staatsstraße 2708 Richtung Haig ab.

Lückenhafte Radwegeführung

Vielmehr sah die Verwaltung in Übereinstimmung mit dem Gemeinderat eher eine Querungshilfe bei den Häusern Am Teich 1 und 2 angebracht. Hier sei eine bessere Weiterführung des Rad- und Fußwegeanschlusses und eine deutlich höhere Querungszahl zu registrieren. Außerdem stellte man eine lückenhafte Radwegeführung an der Staatsstraße 2708 in Haig fest.

Die Radwegeführung über eine Teilstrecke der Ortsverbindungsstraße Haig-Gundelsdorf nach Haßlach ist sicherer, war die Meinung im Gremium.

Der Ortssprecher von Wolfersdorf, Hans-Dieter Seedtke, monierte erneut das Klappern der Kanaldeckel im Ort, wenn Autos darüberfahren. Bürgermeister Detsch und Geschäftsleiter Förtsch wollen die Angelegenheit überprüfen lassen.