Die aus mehreren Gewerken bestehende Baumaßnahme befindet sich im Zeitplan, ist jetzt etwa zur Hälfte abgewickelt und es zeichnet sich bisher auch ab, dass man die veranschlagte Bausumme von rund 1,070 Millionen Euro einhalten kann. Besonders mussten und müssen alle Auflagen des Denkmalamtes eingehalten werden. Im Vordergrund steht bei allen Arbeiten die Erhaltung der Substanz des denkmalgeschützten Gotteshauses. Im Dachstuhl und Dachbereich sind die Arbeiten zu 80 Prozent abgeschlossen.

Wie geht es weiter? Der Betrieb auf der Baustelle wurde nach einer Weihnachtspause in dieser Woche wieder aufgenommen. Dabei handelt sich momentan hauptsächlich um die Zimmerarbeiten im Dachstuhl des Chors.
Witterungsbedingt werden natürlich auch die Klempner- und Dachdeckerarbeiten fortgesetzt. Es ist derzeit geplant, das Dach und die Fassade bis zum Sommer vollständig fertig zu stellen. Nach dem Abrüsten der Kirche sollen unverzüglich die Arbeiten an den Außenanlagen mit Putzarbeiten fertig gestellt werden.

Sanierung der Mauer

Parallel dazu sollen im Sommer die Reinigungs- und Restaurierungsarbeiten an einigen Stellen im Innenbereich durchgeführt werden, so dass die Baustelle im Herbst abgeschlossen werden kann. Diese Zeitplanung ist jedoch stark witterungsabhängig. Da sich im Dachboden ein Fledermausquartier befindet, dürfen gewisse Arbeiten nur im Winter dort stattfinden. "Somit hängt der Fertigstellungstermin auch von den Verhandlungen mit der Umweltbehörde ab", informierte Schöttner.

Einige Bürger äußerten Unverständnis darüber, dass nicht auch die Kirchhofmauersanierung mit in Angriff genommen wurde. Die Kirchhofmauer befinde sich in desolatem Zustand, meinten die Bürger.

Handlungsbedarf besteht

Dazu sagte Architekt Schöttner: "Als das Konzept für die Kirchensanierung mit den Gesamtkosten vorlag, wurde von der Kirchenverwaltung festgelegt, dass zunächst die Dach- und Außensanierung der Wallfahrtskirche durchgeführt werden soll."

Hinsichtlich des Zustands der Sandsteineinfriedung um die Kirche herum war klar, dass dort auch enormer Handlungsbedarf besteht. "Für dieses Projekt ist es für die Kirchenverwaltung aber sehr schwierig, eine tragbare Finanzierung zu finden", meinte der Architekt. Und weiter erörterte er, wäre die Sanierung der Einfriedung mit in das Sanierungskonzept der Kirche aufgenommen worden, wäre die Finanzierbarkeit wahrscheinlich gescheitert. Es wurde daher festgelegt, dass zunächst das Kirchenprojekt fertig gestellt und abgerechnet werden soll. Anschließend kann nach einer Lösung für das Einfriedungsproblem gesucht werden.

Die Finanzierung der voraussichtlichen Gesamtinvestition in Höhe von 1,070 Millionen Euro ist wie folgt vorgesehen: Beantragter Zuschuss von der Erzdiözese Bamberg 695 500 Euro, beantragter Zuschuss von der Oberfrankenstiftung 274 500 Euro, beantragter Zuschuss der Landesstiftung 30 000 Euro, Zuschuss des Landkreises Kronach 10 000 Euro und vorgesehener Zuschuss des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege 5000 Euro, so dass ein Eigenanteil für die Katholische Kirchenstiftung der Pfarrei von rund 55 000 Euro entsteht.