Eine Kollegin schwört Stein und Bein, dass es mal anders geheißen hat. "Das gab's doch schon vor Jahrzehnten bei den Festen. Meistens nur in zwei Sorten. Wie war bloß der Name?" Slush, das grellbunte, eiskristallige Getränk, das stunden- oder werweißwielang in den Zapfbehältern umgewälzt wird, ist gemeint.

"Frag' deine Facebook-Gruppe", kann man da nur raten. Nach vier Minuten ist die erste Antwort da: Granita. Ein Lächeln huscht über das Gesicht der Kollegin. "Genau, das war's."

Die Zeit, da Popcorn noch als Puffmais angeboten wurde, liegt schon länger zurück. Nicht jedoch die, in der der Eis-Mohr in Schokohut umgetauft wurde.
Umgetauft werden musste, der "Political Correctness" wegen.

Gab es vor Jahren Zuckerwatte ausschließlich an den Süßwarenständen auf Rummelplätzen und bei Märkten, wird sie jetzt als "Cotton Candy" auch in Bechern oder Eimerchen in Geschäften verkauft (in der Konsistenz aber nur bedingt vergleichbar mit dem vor den Augen der Kundschaft frisch gesponnenen Zucker).

Auf der Hofwiese heißt Zuckerwatte noch Zuckerwatte. Aber machen Sie am Wochenende doch mal den Test und gehen beim Freischießen mit spähendem Blick und gutem Erinnerungsvermögen an den Nasch- und Ess-Ständen vorbei.

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