Nach einem längeren Prozess ist nun in der Gemeinde Stockheim für alle Feuerwehren die Umstellung auf Digitalfunk abgeschlossen. Die Projektleiter für Digitalfunk Daniel Wachter und Frank Wich informierten in der Gemeinderatssitzung, dass der Startschuss am 2. Juli um 12 Uhr gefallen sei. Es wurden 68 Sicherheitskarten für die Funkgeräte, ein FRT (Fixed Radio Terminal) stationäres Funkgerät für Bündelfunk im Feuerwehrgerätehaus Stockheim, 12 MRTs als Fahrzeugfunkgeräte und 48 HRTs (Handfunkgeräte), angeschafft beziehungsweise installiert. In mehrstündigen Unterweisungen seien die Feuerwehrleute im Umgang mit Digitalfunk geschult worden. Die Endabrechnung für diese Umstellung auf Digitalfunk liege noch nicht vor.
Jedoch geht Kämmerer Stephan Urban von einem spürbar geringeren Gemeindeanteil aus als in der ursprünglich geschätzten Kostensituation von 51 500 Euro, worauf man einen Gesamtzuschuss von 31 100 Euro erhalten hätte. "Diese Zahlen sind aber überholt", so der Kämmerer. Nun bleibe dies dem Verwendungsnachweis-Verfahren vorbehalten, welchen Eigenanteil die Gemeinde aufwenden müsse. Jedenfalls dürfte dieser spürbar niedriger sein als veranschlagt. Daniel Wachter ließ den langen Weg der Anschaffung, des Einbaus und der Ausbildung der Feuerwehrleute Revue passieren. Ausbilder waren Markus Seubert, Daniel Wachter und Frank Wich. Insgesamt wurden in neun Monaten 120 Feuerwehrleute in 15 Lehrgängen ausgebildet. Alle Fahrzeuge sind mit einem Fahrzeug-Ladegerät ausgestattet, so dass zu jedem Einsatz auch die Funktionsfähigkeit der Geräte gesichert sei. "Was jetzt nur noch fehlt, ist die digitale Alarmierung, die aber wohl noch zwei bis drei Jahre auf sich warten lassen wird", so schätzt Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger.
Bürgermeister Rainer Detsch dankte den Verantwortlichen für die Durchführung des Digitalfunkkonzeptes, Seit der Vorstellung 2013 sei in den Feuerwehren viel geleistet worden. "Für diesen außergewöhnlichen Einsatz danke ich ganz besonders den beiden Projektleitern", so Detsch und überreichte als Anerkennung an Daniel Wachter und Frank Wich je ein Präsent.


Unterstützung für Vereine

Die Gemeinde Stockheim ist stolz auf ihre Vereine. Um die Wertschätzung und Dankbarkeit für ihr Engagement für die Allgemeinheit ein wenig auszudrücken, werden die Vereine auf Antragstellung finanziell unterstützt. In der Sitzung erhielt der FC Stockheim einen Zuschuss in Höhe von 3270 Euro für die Errichtung eines Kleinspielfeldes zugesagt. Die nachgewiesenen Kosten für die Kleinspielfeldherstellung am Maxschacht beliefen sich auf 32 700 Euro, also gewährt die Gemeinde zehn Prozent an Finanzhilfe. Bürgermeister Detsch betonte, dass darüber hinaus viel Eigenleistung in die Errichtung des Kleinspielfeldes investiert worden sei. Auch der OGV Neukenroth erhielt die Zusage für 1728,99 Euro Zuschuss. In der Obstpressanlage war ein neuer Bodenbelag fällig und auch ein Gaskessel zur Saftsterilisation musste neu angeschafft werden. Insgesamt lagen die Investitionskosten bei 17 289,93 Euro. Darauf gewährt die Gemeinde zehn Prozent, so der einstimmige Beschluss. Bürgermeister Detsch erklärte dazu, dass man im ersten Halbjahr 2016 bereits über 7000 Euro an Zuschüssen für Vereinen gegeben habe. Auch die Kirchen, in denen ja auch viel ehrenamtliches Engagement geleistet werde, seien bisher schon mit über 10 000 Euro unterstützt worden.
Die Auftragsvergabe für die Fliesenarbeiten im Zuge der Baumaßnahmen für den Abbau von Barrieren und die energetische Sanierung des Rathauses Stockheim wurden an die Firma Krüger, Friesen, vergeben; sie hatte mit 11 839 Euro das wirtschaftlich günstigste Angebot abgegeben.
Die Auftragsvergabe für die Heizungserneuerung im Zuge der energetischen Sanierung des Mehrzweckgebäudes Schule Reitsch, wurde dagegen zurückgestellt. Die Räte plädierten für eine erneute Ausschreibung. Die beieiner stattgefundenen Submission vorgefundenen Angebote waren der Verwaltung und den Räten preislich zu der Kosteneinschätzung nicht angemessen. Aufgrund der nicht angemessenen Preise und der Unwirtschaftlichkeit sollte die Ausschreibung aufgehoben werden. Die Verwaltung wird das Leistungsverzeichnis überarbeiten und schlug einen erweiterten Bieterkreis für Angebotsabgaben vor, was die Zustimmung des Gremiums erhielt.


Bauanträge


Folgenden Bauanträgen wurde gemeindliches Einvernehmen erteilt: Gemeinde Stockheim (Neubau eines Baumhauses Schule Reitsch). Christa Drechsler (Neubau eines Alpakaunterstandes in Burggrub). Sven Greiner (Neubau einer Lagerhalle, Industriestraße Stockheim). Simone und Edgar Stöckl (Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage in Burggrub). eh