Architekt Kersten Schöttner gab einen Sachstandbericht zur 1975 errichteten Schulsporthalle. Wie er sagte, handelt es sich bisher ausschließlich um eine Sporthalle und keine Versammlungsstätte. Der Zustand ist nach 42 Jahren als normal anzusehen. Viele Vorschriften wurden seit der Bauzeit geändert, so dass auch für die Sicherheit was gemacht werden muss. Energetisch ist die Halle in einen sehr schlechten Zustand. Seit 2009 hat man sich schon mit der Sanierung befasst, die Bewerbung beim Konjunkturpaket II wurde damals nicht berücksichtigt. 2014 waren erste Schäden sichtbar und man habe sich an die Planung gemacht. Er verwies darauf, dass bei der heutigen Schülerzahl nur noch einen Kleinsporthalle gefördert würde. Mit dem Kommunalen Investitionsprogramm (Kip), der Ganztagsschule und einer geänderten Richtlinie habe man jetzt drei "Bausteine", welche die Finanzierung erheblich erleichtern. Nach mehreren Umplanungen wurden die Anträge auch bewilligt. Die Halle wird jetzt auch als Versammlungsstätte ausgebaut. Die Gesamtkosten liegen bei 2,6 Millionen Euro. Verschiedene Förderbereiche bringen insgesamt eine Zuwendung von 1,7 Millionen Euro, so dass der Gemeinde ein Eigenanteil von knapp über 900 000 Euro bleibt. Derzeit befindet man sich in der Ausführungsplanung und dem Ausschreibungsverfahren. Baubeginn soll im April des kommenden Jahres sein, im Herbst 2019 soll die Maßnahme abgeschlossen werden.
Bürgermeisterin Susanne Grebner sprach von vielen Glücksfällen, dazu kommen das Büro Schöttner und die Regierung, die ihren Beitrag für einen positiven Abschluss geleistet hätten.

Straßenausbaumaßnahmen:
Dipl. Ing. Markus Albrecht vom Büro IVS erläuterte die zukünftigen Tiefbaumaßnahmen. Vor vier Jahren habe man die Konzeptplanung für das gesamte Gemeindegebiet begonnen. Zielgerichtet habe man die einzelnen Maßnahmen bereits in die Wege geleitet. Über Jahre hinweg wird sich der Ausbau in der Grieser Straße in Steinberg ziehen. Derzeit sei man mit dem zweiten Bauabschnitt fast fertig. Der letzte Abschnitt wird im kommenden Jahr erfolgen. Im Wilhelmsthal wird man im nächsten Jahr mit der Gemeindeverbindungsstraße von Wilhelmsthal nach Hesselbach beginnen. Der Planer erläuterte alle bis zum Jahr 2022 geplanten Maßnahmen. Aus heutiger Sicht sind alle Straßenbaumaßnahmen zuschussfähig und man kann mit einer Förderung bis zu 90 Prozent rechnen. Damit sei auch eine dauerhafte Sicherung der örtlichen Verkehrsströme gewährleistet. Wie Albrecht sagte, werden alle Maßnahmen nach den Regeln der Technik ausgeführt. Er sprach von einen ambitionierten Ziel, welches sich die Gemeinde Wilhelmsthal für ihre wichtigsten örtlichen Straßen gesetzt hat. Die Bürgermeisterin ergänzte, dass man am Tag der Bürgerversammlung 400 000 Euro Stabilisierungshilfen erhalten habe. Damit könne ein Teil der Investitionen beglichen werden.

Breitbandausbau:
Dipl. Ing. Siegbert Reuter machte deutlich, wie wichtig der zukünftige Breitbandausbau für die Gemeinde Wilhelmsthal ist. Das Kupferkabel werde in einigen Jahren ausgedient haben und flächendeckend durch das Glasfaserkabel ersetzt werden. Fernziel ist es, die Glasfaser bis ins Haus zu legen. "Die digitalen Straßen sind in Zukunft wichtiger denn je". Er führte einige Beispiele an. "Heute wird man mit 30MBit/s als versorgt angesehen, dies wird künftig nicht mehr reichen", sagte er im Hinblick auf eine weitere Digitalisierung voraus. Das derzeitige Verfahren könne deshalb nur als "Übergangslösung" angesehen werden. Es werden weitere Förderprogramme aufgelegt, so dass man in einigen Jahren das Glasfaserkabel bis in die einzelnen Gebäude bringe. Für Wilhelmsthal gibt es einen "Masterplan Glasfaser", so dass bei den künftigen Tiefbaumaßnahmen gleich die passenden Leerrohre mit eingebaut werden. In Wilhelmsthal liege man mit dem Breitbandausbau im Kreis ganz weit oben. Die Bürgermeisterin meinte, dass man die Hausaufgaben gemacht habe und künftig weiter den Breitbandausbau vorantreibe. Kurz ging sie auf die Auftaktveranstaltung für das Gemeindeentwicklungskonzept (wir berichteten) ein.

Die Familie Scharf, wohnhaft in der Nähe von Eibenberg, fragte nach einer Busanbindung nach Steinberg. Die Bürgermeisterin verwies auf die geplanten Rufbusse, welche der Landkreis einsetzten will. Matthias Hühne regte Überlegungen für einen Bürgerbus an, dieser könnte die "Außenlieger" zumindest in die Hauptorte bringen, wo man dann einen Busanschluss hat. Edgar Renk sprach die "Schatten" im Funknetz in Hesselbach an. Weiterhin wollte er wissen, wie viel die Haushalte für die Wasserhausanschlüsse bezahlen müssen. Er forderte die Gemeinde und dem Zweckverband auf, baldmöglichst die Bürger zu informieren. Die Bürgermeisterin meinte, dass die Telekom die Situation in Wilhelmsthal verbessert habe, das weitere Vorgehen in Hesselbach liege nicht in den Händen der Gemeinde. Eine Information über die Wassergebühren sei notwendig und werde auch im kommenden Jahr durch den Vorsitzenden der Frankenwaldgruppe MdL Jürgen Baumgärtner stattfinden. Konkrete Zahlen für Hesselbach und Wilhelmsthal seien noch nicht zu nennen, weil man sich noch in der Vorplanung befindet. Weil über Jahre wenig gemacht worden sei und die Anlagen in einen maroden Zustand sind, müsse jetzt kräftig mit einem gewaltigen Tempo investiert werden, damit man in die Härtefallregelung fällt.