Weinparadies pur durften die vielen Gäste an der Weinparadiesscheune kosten: In neuer Form präsentierte sich das beliebte Fest über den Weinbergen nach der Coronapause. Eintägig statt zweitägig ist es nun. Im Mittelpunkt stehen die Winzer und ihre Weine.

Weinparadies-Vorsitzende, die Willanzheimer Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert, und Geschäftsführerin Kerstin Kloha sprachen von einem geglückten Auftakt. Am Nachmittag kamen die Weinfreunde voll auf ihre Kosten. Zehn Weingüter aus Seinsheim, Weigenheim, Ippesheim, Hüttenheim, Iphofen und Bullenheim präsentierten 50 Weine. Nach dem Erwerb eines Verkostungsarmbands konnte die Genießer-Tour durch die Weinparadiesweine starten. Ob Silvaner oder Traminer, Bacchus oder Weißburgunder, Scheurebe oder Kerner, Domina oder Acolon, Rotling oder Rosé oder gar ein Cuveé, die Weinfreunde durften überall probieren und ihren Lieblingswein finden. Dazu gab es Fränkisches Fingerfood.

Schwierige Ausgangslage für Winzer

Franz Kernwein (Seinsheim) und Bianka Kilian (Ippesheim) stellten den neuen Weinparadieswein vor, der aus den Müller-Thurgau-Trauben von 13 Winzern gekeltert wurde. Kernwein sprach von einem schönen Sommerwein, der aus einer für den Winzer schwierigen Ausgangslage entstanden war. Denn im vergangenen Jahr hatte es Regen in Hülle und Fülle gegeben. Doch handverlesenes Traubenmaterial hätte für einen spritzigen Wein gesorgt.

Ab diesem Jahr baut Bianka Kilian zusammen mit Lukas Schmidt (Bullenheim) den Weinparadieswein aus. Sie charakterisierte den aktuellen Jahrgang als leichtfüßig mit einem Bouquet von grünem Apfel und Grapefruit. 

Nach der Vorstellung gab es für jeden Gast eine Kostprobe des neuen Paradiesweines. Den schenkten die Weinhoheiten Alicia Fragner (Ippesheim), Marie Merbecks (Seinsheim), Lisa Belz (Nenzenheim), Julia Fleischer (Hüttenheim), Sarah Schmidt (Bullenheim) und Lena Markert (Weigenheim) ins Glas. Danach konnte noch lange gefeiert werden. Die passende Musik steuerte das Trio "TimoLina" um Timo Lechner bei.