Unglaublich wie oft allein in den ersten Stunden dieser schrecklichen Fastenqualen meine Hand in das kleine Seitentäschchen meiner Handtasche greifen wollte, wo es - im Normalfall - immer so schön griffbereit war. Für ein nettes Pläuschchen. Ein kleines SMSchen. Oder einen kurzen Facebook-Check. Sämtliche Wartezeiten, Mittagspausen und Feierabende sind zur absoluten Hölle geworden. Freunde und Arbeitskollegen tippen ohne jede Rücksicht auf ihren Displays herum, zeigen sich doofe Sachen auf ihren Handys - und das vor meinen Augen.Der Suchtexperte David Nott hat jetzt herausgefunden, dass Menschen ihr Mobiltelefon als menschliches Wesen betrachten - ich glaube, das ist wirklich so! Ich vermisse mein Handy, will es wieder in der Hand halten, wieder mit ihm kommunizieren. Ich war sogar schon kurz davor, es anzurufen, mich zu entschuldigen: "Tut mir leid, liebes Handy, nie wieder lass ich dich im Stich." Aber es geht ja eh keiner dran.

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