"Die Trockenjahre zeigen uns die große Verwundbarkeit durch den Klimawandel. Eine Anpassung und Veränderung im Umgang mit Wasser ist notwendig, damit man in der Zukunft bestehen kann. In der Landwirtschaft werden Umstrukturierungsmaßnahmen gefordert", sagte Erich Wenkheimer, Vorsitzender des Wasserbeschaffungsverbands (WBV) Albertshofen in der Jahreshauptversammlung Allerdings müsse in der Bevölkerung die landwirtschaftliche Bewässerung akzeptiert werden, sonst wäre die Produktion von Nahrungsmitteln wie bei den Gartenbaubetrieben in Albertshofen nicht möglich.

Wie Wenkheimwer in seinem Geschäftsberichtz erläuterte, ergab das nicht so trockene Jahr 2021 einen gesamten Wasserverbrauch von 769.240 Kubikmetern. Dagegen war in den Trockenjahren 2015 und 2018 das Doppelte an Wasser verbraucht worden. Im Jahr 2021 hat der WBV ungeplante Baumaßnahmen durchführen müssen. Die unvorhersehbaren Kosten sowohl im Trinkwasserbereich als auch im Brauchwasserbereich haben den WBV zur Aufnahme eines Kredits von 180.000 Euro gezwungen.

Im Pumphaus 4 mussten ein neuer Plattenschieber sowie zwei neue Unterwasserpumpen eingebaut werden. Die Brunnen Rodenbach 1 und 5 wurden gereinigt und kleinere Pumpen eingebaut. Diese leistungsschwächeren Pumpen wurden vom Wasserwirtschaftsamt gefordert, um die Absenkziele einhalten zu können.

Neue Gebühren ab 2023

Im Bereich Wöhr mussten Erkundungsbohrungen durchgeführt werden. Um dem Wassersicherstellungsgesetz Rechung zu tragen, musste ein Notstromaggregat für die Trinkwasserversorgung angeschafft werden. Hierfür wurden 50 Prozent der Kosten mit Fördermitteln des Landesamtes für Umwelt erstattet. Diese Kosten sowie ständige Preissteigerungen bei den Energiekosten und den Materialkosten machen eine moderate Erhöhung der Gebühren für das Trinkwasser und Brauchwasser dringend notwendig.

Diese Gebührenerhöhung muss von den Mitgliedern beschlossen werden und soll zum Jahresbeginn 2023 in Kraft treten. Steuerberater Rainer Miebach musste für die Bilanz 2021 einen Jahresfehlbetrag von knapp 94.000 Euro ausweisen. Der Vorstand sah aber von einer Nachforderung für den Verbrauch im Vorjahr gegenüber den Mitgliedern ab. Vorstandsmitglied Reinhard Busigel wurde von den Anwesenden für eine weitere Periode im Amt bestätigt und Erich Wenkheimer ehrte ihn für 30 Jahre Vorstandsarbeit.

Die anwesenden Mitglieder genehmigen den Jahresschlussbericht für 2021 und erteilten auch die Entlastung der Vorstandschaft. WBV-Mitarbeiterin Margarete Stanley trug den Haushaltsplan für das Jahr 2023 vor, der von den Verbandsmitgliedern angenommen wurde.