Im unterfränkischen Wasserberndorf (Kreis Kitzingen) ist es in der Nacht auf Mittwoch (24. Juni 2020) zu einem Großbrand gekommen. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort und löschte das Feuer in der Lagerhalle. 

Nun haben die Behörden neue Details dazu veröffentlicht - insbesondere die Höhe des entstandenen Schadens.

Update vom 26.06.2020: 10 Millionen Euro Schaden nach Hallenbrand bei Kitzingen

Die Kriminalpolizei ermittelt in diesem Fall auf Hochtouren und sucht Zeugen des verheerenden Brandes in Wasserberndorf (Kreis Kitzingen) in der Nacht auf Mittwoch. Für die Zeugensuche wurde sogar ein "Medien-Upload-Portal" eingerichtet. 

Das Feuer war gegen 01.15 Uhr in der Lagerhalle ausgebrochen: Dutzende Feuerwehrkräfte löschten die Flammen. "Die Lagerhalle samt der darin befindlichen Maschinen brannte dennoch vollständig aus", heißt es von Seiten der Polizei. Der Feuerwehreinsatz zog sich noch bis Mittwochmittag hin, da sich immer wieder neue Glutnester entzündeten. 

Der entstandene Schaden wird auf rund zehn Millionen Euro beziffert. Durch den Brand wurden auch zwei Stromleitungen beschädigt. Deshalb waren etwa 45 Haushalte im Umkreis von Wasserberndorf bis 15.00 Uhr am Mittwochnachmittag ohne Strom. Die Behörden prüfen des Weiteren aktuell, "wie viele Schadstoffe in die benachbarte Ebrach eingetreten sein könnten". Das "THW" hat bereits erste Wasserproben aus dem Fluss entnommen: Auf den ersten Blick war das Wasser grün gefärbt, so die Polizei. 

Weiterhin ist unklar, wie es zum Brand kommen konnte. Zeugen werden gebeten, das oben verlinkte Portal zu nutzen oder sich telefonisch unter 0931/4571732 bei der Polizei zu melden. 

Erstmeldung vom 24.06.2020: Lagerhalle bei Kitzingen brennt nieder

Die Flammen in der Burghaslacher Straße in Wasserberndorf waren laut Polizei gegen 01.15 Uhr bemerkt und gemeldet worden. Die zum Brandort eilenden Einsatzkräfte konnten den Feuerschein schon von weitem sehen.

Etliche Feuerwehren aus den Landkreisen Kitzingen und Bamberg wurden für die Brandbekämpfung in dem Holz verarbeitenden Betrieb alarmiert. Sie evakuierten drei Personen in einem Wohngebäude und konnten ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Hallen verhindern. Das Feuer ist inzwischen unter Kontrolle. 

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde niemand verletzt. Brandursache und die Schadenshöhe lassen sich zum gegenwärtigen Stand noch nicht benennen. Die Kriminalpolizei Würzburg ist vor Ort und führt die Ermittlungen.

ls/tu