Die Kinderbetreuung, fehlende Wohnungen und marode Freibäder – das waren drei Themen einer Gesprächsrunde mit der SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen.
Die Kinderbetreuung, fehlende Wohnungen und marode Freibäder – das waren drei Themen einer Gesprächsrunde, zu der der Landtagskandidat für den Stimmkreis Kitzingen, Jürgen Kößler, die SPD-Spitzenkandidatin Natascha Kohnen auf ihrer „KohnenPLUS-Tour“ durch die bayerischen Regionen eingeladen hatte.
Der Gewölbekeller des Deutschen Fastnachtmuseums war laut Pressemitteilung mit 80 Besuchern besetzt und bot den Rahmen für diese Gesprächsrunde. Dafür hatte sich Natascha Kohnen den Kitzinger Kreisvorsitzenden der Arbeiterwohlfahrt, Gerald Möhrlein, und die ehemalige Landtagsabgeordnete Karin Radermacher ausgesucht.
Gerald Möhrlein gab seine Erfahrungen in der Sozialarbeit und seine sozialpolitischen Einschätzungen wieder. Er betonte dabei, dass jeder Mensch einen Anspruch auf eine vernünftige Wohnung habe und Bildung für Kinder nicht erst mit Beginn der Schule, sondern bereits vorher, eine wichtige Rolle spiele.
Das Thema Bildung spielte auch für Karin Radermacher in ihrer Zeit als Abgeordnete eine wichtige Rolle. Vieles, was heute selbstverständlich sei, hätte man schon viel früher mit der SPD haben können, so Radermacher. Aber damals habe die CSU alles blockiert, wie sie das in vielen Bereichen auch heute immer noch mache. Natascha Kohnen sprach sich ebenso wie die Landtagsabgeordnete Kathi Petersen für eine qualitative Stärkung der Kinderbetreuung aus. Kohnen fordert, dass „eine Erzieherin oder ein Erzieher nicht mehr als drei Kinder unter drei Jahren betreuen soll.“ Dieser Personalschlüssel müsse verbindlich festgeschrieben werden. Die Arbeit der Erzieher müsse attraktiver werden, durch bessere Bezahlung sowie eine kostenfreie Ausbildung und Fortbildung. Außerdem müssten Kitas kostenfrei werden. „Das würde Familien wirklich entlasten“, wird Kohnen zitiert.
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Der stellvertretende Landrat Robert Finster, Vorsitzender einer Wohnungsbaugenossenschaft des Landkreises, sprach das Thema Wohnen an – ein zentrales Thema im Wahlkampf. MdL Volkmar Halbleib kritisierte, dass der Freistaat Landesmittel in gleichem Maße kürze, wie Bundeszuschüsse für den sozialen Wohnungsbau flössen.
Kohnen stellte fest, dass die CSU die Probleme auf dem Wohnungsmarkt jahrelang ignoriert habe. „Wir könnten längst eine bayerische Wohnbaugesellschaft haben wie sie von der SPD im Landtag in den vergangenen Jahren immer wieder gefordert wurde“, so Kohnen. Söder habe als Finanzminister die Weichen falsch gestellt, als er die 33 000 GBW-Wohnungen – auch hier in Kitzingen – verscherbelt habe.
Eine bayerische Wohnungsbaugesellschaft müsse 5000 Wohnungen im Jahr bauen. Außerdem müsse der Freistaat Kommunen und Genossenschaften staatliche Flächen preisgünstig zur Verfügung stellen, statt sie meistbietend zu verkaufen. Schließlich müsse er die Sozialbindung von gefördertem Wohnraum verlängern und neue Belegungsrechte erwerben.