Am frühen Morgen des 20. Juni rollen Hans Hummel mit dem Obermeister Heinrich Lang und 20 Gärtnern der Gartenbaugruppe Kitzin-gen/Etwashausen mit Traktoren und Anhängern voller Salatpflanzen auf dem ehemaligen Gelände der Kleinen Gartenschau an. Die kreativen Gärtner pflanzen eine überdimensionale Salatblume am Main-Radweg vor der Mainbrücke an der B 8.

1000 Quadratmeter Gartenbaufläche sind nötig, um diese Mega-Salatblume, bestehend aus 12 000 Pflanzen anzulegen. Inzwischen haben sich die Pflanzen zu prächtigen Exemplaren entwickelt. Eichblattsalat fügt sich perfekt dem Lollo rosso und dem Lollo bianco an. Bataviasalat, der zarte Rote Salanova und der Grüne Salanova tummeln sich zwischen rotem und grünem Kopfsalat und am Rande sitzen die weißen Kohlrabis neben den blauen Kohlrabis. Die riesige Salatblume erfreut das Auge der vielen Spaziergänger und Radfahrer, die täglich auf dem Main-Rad-Wanderweg unterwegs sind.

Wer jetzt Lust bekommt auf einen knackigen Salat, der muss sich noch einige Tage gedulden. Denn das zweite Kitzinger Gärtnerfest beginnt erst am Sonntag, 4. August, um 12 Uhr.

"Zur Feier des Tages packen die Gärtner große Gemüsetüten für drei Euro zum Mitnehmen", sagt Gärtnermeister Hummel. Eine gemischte Gemüsetüte beinhaltet Kopfsalat, Lollo Rosso und Eichblatt, dazu zarten Salanovo, knackige Kohlrabis sowie Gurken und Tomaten. Die Besucher können also gleich ihre Wochenration Salat und Gemüse mitnehmen. "Als kostenlose Zugabe gibt es für jede Frau einen Sommerblumenstrauß, denn hinter dem Salatfeld haben wir zusätzlich 3000 bunte Zinien gepflanzt", verrät Hummel.

"Auch die Etwashäuser Männerfront und die Burschenschaft Etwashausen haben sich in das Gärtnerfest eingeklinkt und versorgen die Besucher mit bunt gemischten Salattellern mit frisch geerntetem Salat aus der Salatblume sowie Spezialitäten vom Grill und Getränken.


Gelbe Tomaten-Brote

Der Gartenbauverein bietet geräucherte Forellen, Kaffee und hausgemachte Torten und Kuchen an, sowie als Neuheit leckere Gelbe Tomaten-Brote.

60 Biertischgarnituren für 500 Personen werden aufgestellt, um das idyllische Ambiente längs des Main zu genießen, Sonnenschirme sind in großer Menge vorhanden und wem es dann noch zu heiß ist, kann ja seine Füße in den Main hängen.

"Dieses Fest ersetzt den jährlichen Flurgang", erzählt der Obermeister der Gartenbaugruppe, Heinrich Lang. Nach dem großen Zuspruch im vergangenen Jahr sieht es so aus, als hätte sich das Gärtnerfest zu einer festen Einrichtung etabliert.

"Natürlich müssen wir bei diesen schweißtreibenden Temperaturen aufpassen, dass der Salat bis zum Sonntag nicht in die Höhe schießt. Doch die schlauen Ebshäuser haben bisher mit äußerster Präzision und Fingerspitzengefühl gegossen, um das zu verhindern", erzählt schmunzelnd Hans Hummel.

Hans Hummel ist nicht nur Gärtnermeister mit Leib und Seele, sondern er ist im Förderverein zur Nachnutzung des Gartenbaugeländes aktiv. Er freut sich, dass die Gärtner das Areal mit diesem großen Beitrag beleben.