Viel Rauch um so manche Sachen

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Riesenjubel: Eine mächtige Fete gab es, als die Fußball-Spielgemeinschaft Wiesenbronn/Castell den Aufstieg perfekt machte ...
Foto: WINFRIED WORSCHECH
Nicht nur Ereignisse in Wiesenbronn selbst wurden beim Kirchweihumzug der Burschenschaft am Sonntag auf die Schippe genommen ...
Foto: WINFRIED WORSCHECH

„Da gät der Raach ganz schö raus“, heißt es in Unterfranken, wenn manche Sache eskaliert. Für viel Rauch sorgte die Burschenschaft beim Kirchweihumzug am Sonntagnachmittag, als sie manche Ereignisse im Wiesenbronner Dorfleben oder Erlebnisse von Burschen in der Fremde darstellten.

„Da gät der Raach ganz schö raus“, heißt es in Unterfranken, wenn manche Sache eskaliert. Für viel Rauch sorgte die Burschenschaft beim Kirchweihumzug am Sonntagnachmittag, als sie manche Ereignisse im Wiesenbronner Dorfleben oder Erlebnisse von Burschen in der Fremde darstellten.

Dass da einiges übertrieben war, gehört zur Tradition bei den Kirchweihumzügen. Den Zuschauern gefiel es am Sonntagnachmittag in Wiesenbronn. Dicht gedrängt standen sie, als am Ende des Umzugs und zur Predigt die Szenen wiederholt wurden. Bei schönstem Herbstwetter sorgten die Blaskapelle aus Stadelschwarzach und der Wiesenbronner Spielmannszug für die Musik und spielten Ständchen für die Gasthäuser und die Bürgermeister. Kirchweihprediger Frank Kreßmann ließ hoch zu Ross die Leute hochleben.

Vor dem Rathaus flogen die Fetzen bei den Streitigkeiten und frei nach Shakespeare gab es viel Rauch um nichts bei „Aufräumarbeiten“ in einem Gasthaus und bei der Aufstiegsfeier der Fußball-Spielgemeinschaft Wiesenbronn/Castell. Die scheint nach den Versen des Kirchweihpredigers doch etwas sehr ausgelassen abgelaufen zu sein mit Autokorso durch das Dorf, Empfang im Rathaus und Feier im Sportheim.

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Den Fußballern wurde empfohlen, auch daran zu denken, dass man sich nach wie vor in den unteren Regionen der Klassen bewegt.

Eine weitere große Fete war die Ursache für den zweiten „Rauchfall“, als ein Wiesenbronner Student, der sich in einer Würzburger Kneipe etwas Geld verdiente, eine Sause veranstaltete, als der Wirt außer Haus war. Das Ganze lief aus dem Ruder, als der Student sich schlafen legte und einige Gäste weiter zechten. Bei den „Aufräumarbeiten“ landete ein Aschenbecher im Mülleimer und als ein Nachbar den Rauch sah, alarmierte er die Feuerwehr.

Gleich zweimal ging es auf Wagen um einen Nachbarschaftsstreit, der auch in der Predigt auf die Schippe genommen wurde. Auslöser waren angeblich Grenzangelegenheiten, die offenbar eskalierten. „Eigentlich söllet me sich als Nachbarn vertroch“, riet der Prediger den beiden Parteien.

Aufs Korn genommen wurde auch eine Autowerkstatt, in der teilweise „alte Schleufer“ der Marke BMW wieder zum Leben erweckt wurden. Nachdem manche Exemplare auch tiefer gelegt wurden, gab es bei einem Ausrutscher auf einem Parkplatz Schaden an der Ölwanne und die Kontrolle durch die Polizei. Nach Angaben des Fahrers waren aber nicht Tieflage des Fahrzeugs und die Fahrweise schuld, sondern zu hohe Steine im Gelände.

Weitere Episoden aus dem lustigen Wiesenbronner Dorfleben gab es dann in Vers- und Liedform zur Begleitung der Blaskapelle.