Großer technischer Aufwand war erforderlich, als an der Baustelle der Verbandsschule Volkach der wohl letzte wichtige Teil der ersten Bauphase in Angriff genommen wurde: Das Anbringen eines etwa sieben Tonnen schweren Treppenelementes aus Stahl an der rückwärtigen Gebäudeseite. "Es handelt sich hierbei um eine Außentreppenanlage, die als Rettungs- und Fluchtweg dient", so Architekt Dominik Malucha vom Architekturbüro Jäcklein. "Sie wird im ersten Stock des Gebäudes angeflanscht."

Das Treppenteil, das Podest und dann die acht Meter lange Treppe mit einem fest verschweißten Geländer, wurde mittlerweile von der Schwanfelder Metallbaufirma Jung mit zwei Transportern zur Baustelle gefahren. Ein 60 Tonnen-Autokran der Firma Auge aus Würzburg wurde in Stellung gebracht. Mit diesem sollten die zwei Teile vom dortigen Lehrerparkplatz über die Dächer der Garagen punktgenau an die vorbereiteten Öffnungen in der Gebäudeseite platziert werden. Eine Aufgabe, die für den Kranführer Philip Eberlein eigentlich eine  Routinesache ist. Eigentlich. Doch das herannahende Sturmtief Kirsten schien die Pläne zu durchkreuzen. "Wenn das  große Treppenteil ins Schwingen kommt, kann es in die Gebäudeseite krachen", so seine Bedenken.

Das leichtere Podest ließ sich noch relativ schnell in der Gebäudewand verankern. Bei der Treppe selbst wurde es spannend. Wie ein riesiges Insekt hing sie an den Kranseilen und wurde vorsichtig, Stück für Stück, in luftiger Höhe zu ihrer Position gehoben. Zentimeterarbeit, die immer wieder durch Windböen gefährdet wurde, letztendlich aber dann doch klappte. "Passt", schnaufte Dominik Redelberger als Verantwortlicher der Treppenbaufirma durch und der anwesende Architekt meinte, dass die erste Bauphase der Sanierung planmäßig Anfang November abgeschlossen sein dürfte. Somit steht dem Schulbeginn im September, zumindest aus baulicher Seite, nichts mehr im Wege, denn die Restarbeiten würden den Schulbetrieb nicht stören.