„Wenn es das THW nicht gäbe, man müsste es erfinden“, sagte Kitzingens Oberbürgermeister Siegfried Müller beim Festakt anlässlich der Feier des 60-jährigen Bestehens des Ortsverbandes (OV) des Technischen Hilfswerkes (THW) in Kitzingen.

Zu der Feier waren nicht nur zahlreiche Ehrengäste gekommen, sondern auch zahlreiche Bürger. Die begeisterte die Leistungsschau der Helfer in Blau und das abendliche Promenadenfest. Das erlebte nach langer Pause einen Neuanfang und löste, schon allein wegen der Örtlichkeit an den Stadtbalkonen des Gartenschaugeländes, bei vielen den Wunsch nach einer Fortführung aus.

„Wir sind stolz, dass es das THW im Landkreis gibt.“
Tamara Bischof Landrätin

Vor allem für Kinder waren die Bootsrundfahrten der Hit. Staunend standen die Besucher vor einem mit einem Wasser gefüllten Übungscontainer. In dem überdimensionalen Aquarium konnte man einem Taucher beim Arbeiten an einer Werkbank zusehen. Musikalisch wurden die Gäste von der Kitzinger Musikschule unterhalten und am Abend sorgte das Dou Double-One für dezente Hintergrundmusik. Für viele ehemalige Aktive war das Fest nach langen Jahren ein Anlass für eine Wiedersehensfeier.

Im offiziellen Teil gab Ortsbeauftragter Alexander Fischer einen Abriss über die Entstehungsgeschichte und Einsätze des THW Kitzingen (wir berichteten). Landrätin Tamara Bischof sagte für den Landkreises: „Wir sind stolz darauf, dass es das THW im Landkreis gibt.“ Es sei ein wichtiger Teil des Katastrophenschutzes. Sie würdigte die Zusammenarbeit von THW, Feuerwehren, BRK und Polizei. Bischof dankte den ehemaligen Ortsbeauftragten Hans Seelig und Günter Raab für deren geleistete Aufbauarbeit.

OB Müller sagte, man könne angesichts der Hochwasser in den vergangenen Tagen froh sein, dass Helfer von THW und den anderen Hilfsorganisationen ihren Mann stehen und Menschen helfen. Aus eigener Erfahrung könne er nur empfehlen, die Kinder zum THW zuschicken. „Dort sind sie gut aufgehoben und lernen etwas.“ Besonders freue er sich, dass es das Promenadenfest wieder gebe. Landtagsabgeordneter Otto Hünnerkopf würdigte die Bedeutung der Hilfsorganisationen, wenn Not am Mann sei. „Das THW steht für die Lösung technischer Probleme.“ Hünnerkopf dankte im Namen Wiesentheids und Schwarzach für die beim Hochwasser geleistet Hilfe aus Kitzingen.

„Wir von der Blaulichtfraktion mit Feuerwehr, BRK, Polizei und Notfallseelsorge arbeiten eng zusammen“, sagte der Kommandant der Kitzinger Wehr, Markus Ungerer, der in Namen aller Hilfsorganisation zum Jubiläum gratulierte.

Ein Schluck aus der Kantel des Kitzinger Hofrates wurde dem Ehrenortsbeauftragten Hans Seelig zu teil. Selig erinnerte an zahlreiche Ereignisse in der langen Geschichte des OV. Das THW habe auch schlechte Zeiten erleben müssen, in denen es Streit und Konkurrenzdenken gab. Gemeinsam mit dem ehemaligen Kreisbrandrat Josef Mack und Landrat Rolf Bauer sei es gelungen, den Katastrophenschutz zusammenzuführen, erinnerte Seelig. Stolz sei er darauf, die erste Jugendgruppe gegründet zu haben. Inzwischen gebe es die 4. Generation Jugendliche beim THW und diese sichere den Fortbestand und die Zukunft. „Ich bin stolz darauf, bei diesem THW zu sein“, sagte Seelig.

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