Eine Minute vor Spielende schien es, als hätten die S.Oliver Baskets Würzburg ihren Playoff Platz in der Beko Basketball Bundesliga sicher: Die direkten Konkurrenten aus Hagen und Bonn hatten gerade ihre Spiele verloren, und in Würzburg haute Dwayne Anderson einen Dreier raus. Und was für einen. Die S. Oliver Baskets führten 84:81, 57 Sekunden waren noch zu spielen. "Wir hatten das Momentum auf unserer Seite", sagte Würzburgs Trainer Marcel Schröder nach dem Spiel. Aber dann trat Frank Robindson mit der Hacke auf die Auslinie und gab einen Einwurf an Ulms Philipp Schwethelm ab. Und auf der Gegenseite traf Steven Esterkamp.

Und plötzlich hatte Würzburg die Partie gege n Ulm verloren.

Ein paar Minuten später atmete Thorsten Leibenath in der Pressekonferenz deutlich hörbar aus. "Ich bin erleichtert", sagte der Ulmer Trainer.
Er sprach von einem unglaublich kampfbetonten und spannenden Spiel, "bei dem ich keinen richtigen Trend ablesen konnte. Ulm startete stark, dann kam Würzburg. Mit Dwayne Anderson und Frank Robinson, schnell athletisch, kampfstark. Die S.Oliver Baskets Würzburg führten zwischenzeitlich mit 13 Punkten, aber Ulm kam zurück. Traf die Dreier, erst Steven Esterkamp, dann Per Günther. Ganz leicht sah das aus, dann war der Würzburger Vorsprung weg: 38:37 zur Pause.

"Es war über weite Strecken ein Spiel auf Augenhöhe", sagte Würzburgs Trainer Marcel Schröder.

Seine Mannschaft spielte sich durch die Ulmer Zone, punktete mit Korblegern. Ratiopharm Ulm blieb dran, punktete mit Dreiern. Wieder traf Esterkamp. Immer wenn sich Würzburg abzusetzen drohte, traf Esterkamp. Sechs von sieben saßen, für Würzburg war das zu viel. "Ulm hat die wichtigsten Plays gemacht", sagte Marcel Schröder. Und: "Ulm war am Ende abgezockter. " Jetzt warten kommenden Samstag die Brose Baskets Bamberg auf die S.Oliver Baskets. Für Würzburg das nächste Endspiel um die BBL-Playoffs.