1969: Der erste Mensch landet auf dem Mond, Willy Brandt wird Bundeskanzler – und Georg Krämer tritt in die Feuerwehr Nenzenheim ein. Jetzt ist aus Altersgründen Schluss.
1969: Der erste Mensch landet auf dem Mond, das Woodstock-Festival findet statt, Willy Brandt wird Bundeskanzler – und Georg Krämer tritt in die Feuerwehr Nenzenheim ein. Letzteres Ereignis ist freilich weitaus weniger historisch als die drei zuvor.
Dennoch: 47 Jahre ehrenamtliches Engagement in einer Wehr auf dem Dorf, das ist eine Leistung. Und weil mit 63 Jahren aus versicherungstechnischen Gründen Schluss ist, wurde Krämer in der zweitgrößten Wehr in Iphofen „hinaus geworfen“.
Doch diese Altershürde wird demnächst falle, denn der demografische Wandel macht auch vor dem Feuerwehrgesetz nicht Halt. Kreisbrandinspektor Günter Wilhelm erklärte, dass im Zuge einer Novellierung das Austrittsalter aus der aktiven Wehr erhöht wird. Dann könne er auch theoretisch auch Kameraden für 50 Jahre Dienst ehren, allerdings ende seine Zeit als Offizieller altersbedingt vorher.
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Immerhin hatten Kreisbrandinspektor Wilhelm und Landrätin Tamara Bischof für vier Nenzenheimer Feuerwehrler Ehrenzeichen und Urkunden dabei: Arnold Hahn, Günter Kahl, Manfred Nehmeier und Reinhard Wolf erhielten die Auszeichnung für 40 Jahre als Aktiver, dazu eine geschnitzte Ehrentafel vom Verein. Das bayerische Innenministerium spendiert dazu einen einwöchigen Aufenthalt im Freizeit- und Erholungszentrum der Feuerwehren in Bayerisch Gmain. Wie Bürgermeister Josef Mend ergänzte, sponsert die Stadt dazu den Aufenthalt für die Partnerin beziehungsweise den Partner.
Geehrt wurden im „Feierwehrsaal“ zudem Kommandant Bernhard Hirsch und Roland Kolerus für 25 Jahre Dienst als Nenzenheimer Floriansjünger.
Marathon der Landrätin
Für die Landrätin war die Ehrung in Nenzenheim Teil eins eines Dreier-Marathons bei Feuerwehren an diesem Abend. Bischof lobte an der Nenzenheimer Wehr nicht nur deren Einsatzbereitschaft, sondern auch die Feierkultur und erinnerte sich, hier im Saal die beste Currywurst gegessen zu haben.
Bürgermeister Mend freute sich, dass die Zusammenarbeit der Wehren der Iphöfer Stadtteile so funktioniere, was auch Stefan Melber von der Iphöfer Stützpunktfeuerwehr unterstrich. Kreisbrandinspektor Günter Wilhelm beklagte den Verwaltungsaufwand in der Zusammenarbeit mit der Regierung, beispielsweise beim Erstellen von Bedarfsplänen.