"Einfach spitze, dass du da bist", sangen die Kinder des evangelischen Kindergartens in der Kitzinger Alemannenstraße mit ihren Erzieherinnen den geladenen Gästen vor. Sieben Monate nach dem ersten Spatenstich fand am Mittwoch bei strahlendem Sonnenschein das Richtfest für den Anbau des Kindergartens statt. Er bietet Platz für zwei neue Krippengruppen und 24 Kinder im Alter von null bis drei Jahren, außerdem soll eine bestehende Regelgruppe für drei- bis sechsjährige Kinder dort einziehen. Für die Naturgruppe entstehen Sanitäranlagen, dazu eine Frischkostküche, die 100 Kinder versorgen kann.

Kitzinger OB ist sehr zufrieden mit dem Fortschritt

Einer der Festredner, Oberbürgermeister Stefan Güntner (CSU), sagte, er sei begeistert, dass alles so gut vorangehe. Er hoffe, dass sich auch rechtzeitig Kindergartenpersonal finden lasse, da zurzeit ein Mangel herrsche. Güntner bedankte sich bei allen Beteiligten an dem Projekt. Diesem Dank schlossen sich Dekanin Kerstin Baderschneider und Kindergartenleiterin Heike Pfister an.

Die Dekanin lenkte die Aufmerksamkeit auch auf das Kita-Team, das täglich mit der Baustelle zurechtkommen müsse. Das erfordere Geduld. Anschließend folgte der Richtspruch, und Zimmermeister Heiko Wittek warf traditionell vom Dachstuhl aus ein Glas auf den Boden. Es zersprang, woraufhin die Kinder große Augen machten. Schnell erklärte eine Erzieherin den Kindern, dass er das dürfe.

Stand heute laufe alles nach Plan, und es kämen alle Bauteile ohne Verzögerung auf der Baustelle an, erklärte Norbert Schreck vom Bauamt. OB Güntner fügte hinzu:" Wir hoffen, dass das so bleibt." Die Fertigstellung sei für Ende des Jahres geplant, und man liege auch im Zeitplan. "Wir haben noch keine Probleme. Aber das kann sich jeden Tag ändern", sagte Schreck mit Blick auf den aktuellen Materialmangel. Auch die Kosten liegen im Rahmen. Sie belaufen sich auf die geschätzten 2,8 Millionen Euro. Zur Unterstützung bekommt die Stadt einen Zuschuss der Regierung von 1,2 Millionen Euro. Die restlichen Kosten, immerhin 1,6 Millionen Euro, werden von der Stadt Kitzingen getragen.

Aufgrund des Mangels an Kita-Plätzen seien neben dieser noch andere Erweiterungen geplant, sagte der Kitzinger Oberbürgermeister, so zum Beispiel in Hoheim oder in Etwashausen. Die Verbesserung der Betreuungssituation in der Stadt sowie der Aus- und Neubau von Kindergärten war Güntner im Kommunalwahlkampf 2020 ein Herzensanliegen gewesen.