Der Stadtrat Prichsenstadt dreht an der Gebührenschraube und hebt zum einen die Hundesteuer und zum anderen die Kosten für Amtshandlungen an. Die dazugehörigen Satzungen stammen aus dem Jahr 2006 (Hundesteuer, geändert 2013) und aus dem Jahr 2001 (Amtshandlungen). Beide Satzungen wurden in der Verwaltung durchforstet, verschlankt und an heutige Gegebenheiten angepasst.

Bei der Hundesteuer bleibt es bei 50 Euro für den ersten und 100 Euro für jeden weiteren Hund pro Jahr. Geändert haben sich die Sätze für Kampfhunde: Während der erste weiterhin bei 350 Euro liegt, kostet ab nächstes Jahr jeder weitere Kampfhund 500 Euro. Steuerfrei bleiben weiterhin unter anderem Hunde der Rettungsdienste (zum Beispiel Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst), Blindenhunde, Hunde zum Schutz von Herden und Rettungshunde für den Zivil- und Katastrophenschutz.

Teurer werden ab dem 1. Juni dieses Jahres auch Amtshandlungen wie das Beglaubigen einer Fotokopie (0,75 Euro pro angefangener Seite, mindestens 5 Euro), Zweckentfremdung von Wohnraum (50 bis 2500 Euro), eine Genehmigung zum Befahren von Friedhöfen mit Fahrzeugen (10 bis 150 Euro) oder auch das einfache Erteilen einer Bescheinigung (5 bis 75 Euro).

Beiden Anpassungen stimmte der Rat in seiner jüngsten Sitzung mit 15:0 zu.

Innenentwicklung vorantreiben

Unter "Verschiedenes" bot Bürgermeister René Schlehr den gewohnten Überblick über laufende Projekte. Bei den Dorfschätzen, der interkommunalen Zusammenarbeit von neun Ortschaften, wird das Thema "Innenentwicklung" aller Orte vorangetrieben. Wolfgang Borst, Bürgermeister des Ortes Hofheim in Unterfranken (Lkr. Haßberge), hielt bei einem Treffen der Bürgermeister ein Impulsreferat, wie die Innenentwicklung in seinem Ort ausschaut.

Dort ist eine eigene Bauleitplanung für die Entwicklung des Ortskerns aufgestellt worden, und die stellte Borst den interessierten Bürgermeistern vor. "Dort ist die Innenentwicklung massiv vorangetrieben worden und wir schauen jetzt nach eigenen Konzepten", so Schlehr. Ähnliches gelte auch für das Regenrückhaltekonzept, und das Hochwasser-Audit, das der Rat vor einigen Wochen beauftragt hatte, dürfte im Herbst beginnen.

Die Arbeiten am vom Sturm beschädigten Kirchturm in Stadelschwarzach gehen aktuell nicht weiter. Es liegt eine "Behinderungsanzeige" vor, weil Holz fehlt und die entsprechende Baufirma deshalb nicht weiterarbeiten kann.

Parkraumüberwachung soll überprüft werden

Einmal mehr war die Parkraumüberwachung ein Thema im Rat. Prichsenstadt ist an den Zweckverband der kommunalen Verkehrsüberwachung in Dettelbach angeschlossen, "und dort buchen wir keine Mindestzeit, sondern zahlen einen Mindestbetrag". Die jeweils eingenommenen Knöllchen werden mit diesem Betrag gegengerechnet. Entsteht dabei ein Minus, zahlt das die Stadt Prichsenstadt. Nachdem mehrere Räte dieses Vorgehen zum wiederholten Male moniert hatten, wird der Bürgermeister es erneut prüfen und das Ergebnis in einer späteren Sitzung mitteilen.