Fast eine halbe Million, genau 442 676 Euro: Das kostet das neue Feuerwehrfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Obernbreit, ein HLF 20/20. Viel Geld für eine Gemeinde wie ihre, sagte Bürgermeisterin Susanne Knof bei der Weihe und offiziellen Indienststellung des Fahrzeugs am Samstagnachmittag. Es ist kein Spielzeug für die Feuerwehr; da war sich Kreisbrandrat Dirk Albrecht mit der Bürgermeisterin einig, sondern eine wichtige Investition in die Sicherheit der Bürger.

Noch unter ihrem Vorgänger Bernhard Brückner habe sich der Gemeinderat im November 2017 erstmals und da auch gleich positiv mit einem Antrag der Feuerwehr beschäftigt und erste Schritte zur Beschaffung eingeleitet. Im November 2018 folgte dann der einstimmige Ratsbeschluss, ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20/20 mit Löschwasserbehälter zu beschaffen. 450 000 Euro war damals die Kostenschätzung und ein Zuschuss von 119 000 Euro in Aussicht gestellt. Am Ende lagen die Kosten bei 442 676 Euro und der Zuschuss bei 125 000 Euro, so dass für die Gemeinde ein Eigenanteil in Höhe von 317 676 Euro blieb.

Tobias Watzlik, 2. Kommandant, schilderte die Diskussionen und Überlegungen der Wehrleute zur Ausrüstung des Fahrzeug, was vom alten übernommen wurde, was neu zu beschaffen war an den immerhin 160 Ausrüstungsgegenständen auf dem HLF, das 299 PS und 15 Tonnen Gewicht hat, neun Personen und 2400 Liter Wasser transportieren kann. Am 10. März diesen Jahres traf das Fahrzeug in Obernbreit ein. Da damals eine Schulung nicht möglich war, drehten die Verantwortlichen Schulungsvideos zur Einweisung. Bei einem schweren Unfall auf der A 7 und beim Hochwasser vor vier Wochen hatte das HLF die ersten erfolgreichen Bewährungsproben.

Wie schon Watzlik zuvor bestätigte auch Dirk Albrecht der Gemeinde, sehr gut mit der Feuerwehr zusammenzuarbeiten und mehr als das Muss zu investieren. Albrecht übergab der Wehr einen Zuschuss des Feuerwehrverbandes. Und auch Landrätin Tamara Bischof lobte vor allem den großen Einsatz der ehrenamtlichen Feuerwehrleute, ehe die Pfarrer Sebastian Roth und Adam Possmayer das Fahrzeug und die Helferinnen und Helfer in einer ökumenischen Segensfeier weihten.