In Zeiten des Klimawandels kommen noch mehr Aufgaben auf die Feuerwehren zu. "Der Sturm im September hat gezeigt, dass es Gold wert ist, wenn es in jeder Ortschaft eine funktionierende Feuerwehr gibt". Kreisbrandrat (KBR) Roland Eckert brachte bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehren von Kleinlangheim und Haidt/Stephansberg am Donnerstagabend im Kleinlangheimer Feuerwehrgerätehaus zum Ausdruck, wie wichtig die Wehren sind.

Ortspfarrer Harald Vogt sah den Dienst in der Feuerwehr als wichtige Aufgabe in der Gesellschaft und auch als eine Form, Gott zu ehren, "da es bei den Einsätzen oft auch um das Leben geht". In den Dank der Feuerwehr-Führungskräfte unseres Landkreises für Übungs- und Einsatzbereitschaft, neben KBR Eckert waren auch Kreisbrandinspektor (KBI) Michael Krieger und Kreisbrandmeister (KBM) Christoph Dülch dabei, stimmte auch Bürgermeisterin Gerlinde Stier mit ein, die hervorhob, dass es darum gehe, im hoch eingeschätzten Dienst für die Gemeinschaft Verantwortung zu übernehmen. "Die Feuerwehrler leisten Dienst, wenn andere feiern", sagte sie mit Bezug auf einen Zeitungsartikel. Weshalb es für die Gemeinde keine Frage sei, die Wehren gut auszurüsten, "denn wir wissen, dass dieses Geld gut angelegt ist". Der Dank der Bürgermeisterin galt auch allen, die bei verschiedenen Festivitäten Hand anlegen und so zum guten Grundstock der Vereinskasse beitragen und die Sache der Feuerwehr unterstützen.

"Ein aufregendes Jahr mit vielen Einsätzen" lautete die Bilanz des Kleinlangheimer Kommandanten Rainer Bock für 2018. Für die Wehr gab es 18 Alarmierungen, die vom Großbrand einer Lagerhalle in Haidt bis zu verschiedenen technischen Hilfeleistungen reichten, "da hat sich gezeigt, wie wertvoll unsere neue Ausrüstung ist". Damit sei man auch für die durch den Klimawandel hervorgerufenen Ereignisse besser gewappnet, "denn der Landkreis Kitzingen sitzt beim Klimawandel in der ersten Reihe". Scharfe Kritik übte er an Zeitgenossen, die die Arbeit von Rettungskräften behindern oder diese auch noch beschimpfen, wie es bei einem Einsatz der Kleinlangheimer Feuerwehr der Fall gewesen sei: "Solchen Leuten gegenüber gibt es keine Toleranz und da muss die Polizei alarmiert werden". Deutliche Worte gab es zu solch einem Verhalten auch von KBR Eckert: "Wir dürfen uns nicht von solchen Deppen beeinflussen lassen, da wir eine wichtigen Job machen und das Risiko tragen, wenn wir anderen helfen".

Von Albert Müller, Kommandant der Feuerwehr Haidt/Stephansberg, gab es großes Lob für die Führungskräfte der Landkreisfeuerwehr beim Großbrand einer Lagerhalle in Haidt. Gewürdigt wurde auch die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde, die sich auch beim traditionellen Gartenfest der Haidter Feuerwehr mit der Feier zum Abschluss der Haidter Dorferneuerung bewährt habe. Viel Beifall gab es für die Aussage von Jugendwart Stefan Dietzel, als er bekannt gab, dass es seit 2015 jedes Jahr Nachwuchs aus der Jugendabteilung für die Aktiven gibt. Im Jahr 2019 werde man den Schwerpunkt auf die Truppmannausbildung legen, was nicht zuletzt durch das große Betreuerteam bewerkstelligt werden könne. Der Jugendwart bedankte sich beim Nachwuchs auch für die Mithilfe bei verschiedenen Veranstaltungen: "Es macht Spaß, mit euch zu arbeiten".

Benjamin Diaz Sanchez, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, zeigte sich mit den traditionellen Veranstaltungen wie Starkbierabend, Pfingstfest oder Weihnachtsmarkt zufrieden und auch mit der Glühnacht, die neu im Festivitätenkalender aufgenommen wurde. Er dankte allen, die zum Gelingen der Veranstaltungen beitrugen.

Für 70 Jahre Treue zur Feuerwehr wurden Georg Weidt und Martin Schellhorn geehrt, für 60 Jahre Reinhold Umbeer und Martin Goehs. Die Auszeichnungen für 30 Jahre Dienst in der Feuerwehr erhielt Harald Schütz.