Die Klosterfeuerwehr in Münsterschwarzach (Landkreis Kitzingen) führte am Ostermontag eine ungewöhnliche Rettungsaktion durch, meldet die Abtei auf deren Internetseite.

Demnach geriet eine Entenmutter samt ihrer fünf Küken in Gefangenschaft, als sie über den Überlauf des Wasserkraftwerks in das Unterwasser der Turbine gelangten. Durch den steilen und mit Algen bewachsenen Auslauf, sei der Rückweg für die Entenkinder über den Überlaufkanal nicht möglich gewesen, so dass die Tierchen in der Falle saßen.

Mönch hörte Küken piepsen

Einer der Mönche soll das Piepsen der Küken sowie das besorgte Geschnatter der Entenmutter gehört und daraufhin die Klosterfeuerwehr gerufen haben. Nach der ersten Erkundung durch den Gruppenführer sei schnell klar gewesen, dass eine Rettung nur gelingen könne, indem einer der Kameraden zu den Enten ins Wasser steigt.

Mit Wathose, Feuerwehrgurt und Handschuhen ausgerüstet und durch eine Leine gesichert, stieg Bruder Melchior in den Kanal und sammelte zunächst die fünf Küken ein. Diese hätten anschließend in einem Eimer nach draußen getragen werden können. Schwieriger sollte es sich gestaltet haben, die Entenmutter ins Freie zu befördern. Letztlich sei es aber gelungen, dass sie durch ein geöffnetes Abdeckgitter von allein nach draußen geflogen ist. Am Klosterweiher in der Nähe seien die Küken schließlich wieder ins Wasser gesetzt worden, sodass Mutter und Kinder sich wieder finden konnten.

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