Die Digitalisierung der Schulen des Landkreises, das war eine Erkenntnis des Schulausschusses am Mittwochnachmittag im Landratsamt, nimmt Fahrt auf. So stellt der Kreis in diesem Jahr fast 540 000 Euro für die entsprechenden Investitionen und Ausstattungen bereit. Dazu kommen dann noch einmal 333 000 Euro, die aus Fördermitteln des Landes stammen. Dabei geht es um die Realschulen in Dettelbach und Kitzingen, die Gymnasien in Marktbreit und Kitzingen, die Landwirtschaftsschule Kitzingen sowie FOS/BOS in Kitzingen.

Für die Realschule Dettelbach stehen zudem in diesem Jahr 700 000 Euro bereit, um ein Gebäude für eine offene Ganztagsbetreuung zu errichten. 2021 werden dann weitere 300 000 Euro sowie 2022 noch einmal 250 000 Euro benötigt.

Das Hauptaugenmerk liegt in den kommenden Jahren auf der Sanierung der Berufsschule Kitzingen-Ochsenfurt. Die 2018 vom Kreistag beschlossene Generalsanierung wird voraussichtlich zwischen 15 und 20 Millionen Euro kosten. Für 2020 werden werden drei Millionen Euro benötigt, 2021 dann vier Millionen sowie in den beiden folgenden Jahren jeweils wieder drei Millionen. Auch 2024 sowie darüber hinaus werden weitere Teilfinanzierungen auf den Landkreis zukommen. 

Planung läuft

Nach dem Ende der Generalsanierung der Berufsschule wartet bereits das nächste Projekt: Das Armin-Knab-Gymnasium in Kitzingen stellt sich auf wachsende Schülerzahlen ein, zuletzt gab es sogar sechs Eingangsklassen. Das bedeutet: Es gibt einen größeren Bedarf an Klassen- und Fachräumen. Dafür bietet sich die Freifläche direkt neben dem Gymnasium an, auf der sich früher die Realschule befand. Entsprechende Gespräche wurden bereits geführt, jetzt soll eine Planungsstudie erstellt werden. Ein entsprechendes Konzept soll dann bis 2025 stehen, um das Vorhaben direkt nach Beendigung der Berufsschul-Sanierung in Angriff nehmen zu können.

Der Landkreis plant zudem – auf Antrag der SPD-Fraktion –  eine landkreisweite Schulbefragung. Unter der Überschrift "Von der Schule in den Beruf" sollen in den jeweils beiden letzten Jahrgangsstufen Informationen gesammelt werden, welche Pläne die Schüler haben. Aus den Ergebnissen könnten dann entsprechende Schlüsse gezogen und auch so manche Weiche gestellt werden. Ziel soll es letztlich sein, mit entsprechenden Hilfestellungen zu versuchen, die jungen Leute möglichst im Landkreis zu halten.