Auch acht Wochen nach der Messerattacke im Schlosspark von Wiesentheid (Landkreis Kitzingen) konnte das 22-jährige Opfer immer noch nicht von der Polizei vernommen werden. Der Zustand der jungen Frau habe sich zwar gebessert, aber ihr sei ein Verhör aufgrund der psychischen Belastung nicht zuzumuten, teilen nun Ermittler mit.

Als sie am Morgen des 5. Januar im Schlosspark entdeckt wurde, hatte sie lebensbedrohliche Stichverletzungen - unter anderem am Hals. Inzwischen ist die Frau langsam auf dem Weg der Besserung.


Mordkomplott geschmiedet

Die Suche nach dem Täter hatte kurz nach dem Gewaltverbrechen zu zwei 18 und 19 Jahre alten Verdächtigen geführt.
Ein Sprecher Würzburger Staatsanwaltschaft betont, dass die Ermittlungen weiter laufen. Die mutmaßlichen Täter sollen ein Mordkomplott gegen das spätere Opfer geschmiedet haben. Die Ermittler haben bislang aber nur öffentlich gemacht, dass sich der 19-Jährige und das Opfer kannten. Der jüngere Mann scheint ein Mittäter zu sein.

Allerdings herrscht selbst in Polizeikreisen Kopfschütteln darüber, dass zwei erst volljährig gewordene junge Männer ein so kaltblütiges Verbrechen geplant und durchgeführt haben sollen. Der 19-Jährige, der als Hauptverdächtiger gilt, galt zudem als äußerst unauffällig und war an seiner Schule als eher schüchterner Musterschüler bekannt.

Beide Männer sitzen derzeit in U-Haft wegen des Verdachts des versuchten Mordes.