Seine Pflege der Bäume, Grünflächen, Wiesen und Gräben auf Gemeindegrund hat der Markt Wiesentheid einmal intensiver unter die Lupe genommen. Im Umweltausschuss wurde dazu beraten, auch über maschinelle Unterstützung durch Laubbläser und Mäher. Dazu ist eine Erfassung und Bewertung aller Gräben und Grünflächen auf Gemeindegebiet gedacht. Als Grundlage hierfür dient ein Pflegekonzept, das von den Wiesentheidern Norbert Schneider (Bund Naturschutz) und Matthias Mann (Landesbund für Vogelschutz) angestoßen wurde.

Der Vorsitzende des Umweltausschusses, Harald Godron (Bündnis 90/Die Grünen), begrüßte beide, wie auch Bauhofleiter Stefan Schön. Im Vorfeld hatten sich die vier bereits getroffen und einiges besprochen. Wirtschaftlich, fachlich, umweltverträglich und kompetent solle künftig gepflegt werden, fasste Godron zusammen. Dazu führte Bauhofleiter Schön an, dass seine Arbeiter stark in Bereichen wie Mähen sowie Pflegearbeiten beschäftigt seien. Dieser Bereich werde in Zukunft strukturierter angegangen, kündigte er an. Insgesamt habe der Aufwand nicht nur beim Bewässern erheblich zugenommen, so Schön. Die Gemeinde habe dafür nicht genug Personal, deswegen wurden bereits Arbeiten an Firmen vergeben.

Manche Flächen sollen nur noch zweimal im Jahr gemäht werden

Künftig werde man einige Flächen nur zweimal im Jahr mähen oder mulchen, auch weil das für die Natur besser sei. Auf Laubsauger könne man hingegen kaum verzichten, weil der Zeitaufwand ohne die Geräte zu groß sei. Sonst sei das Ganze nicht wirtschaftlich, sagte der Bauhofleiter.

Beim Pflanzen der Bäume im Gemeindegebiet gelte es, auf mehr Platz für die Bäume zu achten. Eine fachgerechte Auswahl und Pflanzung sei hier notwendig, wie auch das gezielte Bewässern mit Säcken, das sich an den Bäumen bewährt hat. Was wo gepflanzt und getan werde, solle besser kommuniziert werden, damit es auch die Bürger verstünden, so Schön.

Zur Beurteilung der Gräben und Grünflächen informierte Norbert Schneider, dass er bereits eine erste Erfassung erstellt habe. Insgesamt seien rund 22 Kilometer Gräben im Unterhalt der Kommune, die Hälfte schätzte er als ökologisch bedeutsam ein. Er stelle seine Hilfe auch weiterhin ehrenamtlich zur Verfügung, sagte Schneider. Mehr Augenmerk soll auf die Pflege der Gräben und Bäche gelegt werden. Auch dazu soll eine Anleitung in das zukünftige Pflegekonzept einfließen.

Hochwasserschutz sollte angegangen werden

Außerdem wurde der Punkt Hochwasserkonzept vom Vorsitzenden Godron angesprochen. Hier stellte Ratsmitglied Otto Hünnerkopf fest, dass die Gemeinde zwar zwei zum Rückhalt wichtige Grundstücke im Ortsteil Untersambach erworben habe, jedoch bislang nichts gemacht wurde. Man müsse planen und das Ganze sukzessive angehen, gebot er. 

Wieder aufgreifen will die Gemeinde das Radweg-Konzept, zu dem 2017 bereits eine Vorlage erarbeitet wurde. Nachdem drei Jahre nichts passiert sei, schlug der Ausschussvorsitzende Godron vor, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die sich ausführlich mit dem Thema beschäftigt.