Ein Apfelbaum, viele Luftballons mit guten Wünschen, die gen Himmel stiegen, einige Geschenke, und auch manche Träne von den Kindern: Der Abschied von Maria Stadtelmeyer-Limbacher  in den Ruhestand zeigte, wie gerne die Kleinen ihre Leiterin des Mauritius-Kindergartens haben. Nach 44 Jahren als Erzieherin, davon  32 Jahre an der Spitze der Einrichtung, endete für sie das Berufsleben.

Generationen von Kindern, aber auch Erzieherinnen, hat sie in der Zeit mit geprägt. Allein deswegen gilt Maria Stadtelmeyer-Limbacher als eine Art Institution in der Marktgemeinde. 

Das Wetter spielte bestens mit und zeigte sich von seiner strahlenden Seite, so dass die über 100 Kinder mit den Erzieherinnen gemeinsam Auf Wiedersehen sagen konnten. Im Kreis saßen sie, ein Herz hatten die Kleinen gebastelt, in dem die Geschenke ihren Platz fanden. Das Herz zeige, „wie sehr wir dich ins Herz geschlossen haben. Du bist ein Herzensmensch für uns“, sagte Katrin Hümmer, die Nachfolgerin von Maria Stadtelmeyer-Limbacher.

Dabei hatten die fünf Gruppen sowie die Kleinkinder-Gruppe, nicht nur einen großen Ordner mit ihren Bildern, den sie ihr mitgaben. Recht persönlich bedankten sich einige der Kleinen stellvertretend für den Rest mit jeweils kurzen Beiträgen, wie etwa: „Danke, dass du mit mir die Schleife geübt hast“, oder: "dass du uns vorgelesen hast",  "ich werde dich bestimmt vermissen", , kam aus dem Kindermund.

Koffer mit vielen Märchen und Geschichten

Das rührte Maria Stadtelmeyer-Limbacher, wie sie zugab. „Ich habe euch alle in mein Herz geschlossen“. Sie hatte zum Abschluss einen Koffer mit vielen Märchen und Geschichten mitgebracht, der künftig im Hort seinen Platz haben wird. Wenn sie ab und zu zu Besuch komme, werde sie den Kindern daraus vorlesen, versprach sie.

Zum Schluss wurde nicht nur ein Abschiedslied gesungen. Der Elternbeirat hatte eigens einen Apfelbaum besorgt, den Maria-Stadtelmeyer-Limbacher gemeinsam mit Kindern im Garten des Horst pflanzen durfte.

Später erzählte sie, dass sie bereits mit sechs Jahren sagte, sie wolle später Erzieherin werden. Das sei ihr Traumberuf gewesen. Den Mauritius-Kindergarten bezeichnete sie als „meinen Kindergarten“, der für sie ein Stück Lebensinhalt gewesen sei. Vom Bau 1992 an bis jetzt hatte die Pädagogin dort die Leitung inne.

Am Abend vor dem Abschied im Kindergarten hatte das Team mit Pater Isaak einen Gottesdienst gestaltet, in dessen Mittelpunkt die ehemalige Leiterin stand. Ein dritter Teil folgte, bei dem die Vertreter der Kommune wie Bürgermeister Klaus Köhler sowie die des Trägers und weitere Wegbegleiter von Stadtelmeyer-Limbacher deren Engagement würdigten.