Die Malerei ist für die Kitzingerin Cristina Schuster zu einem unverzichtbaren Ausgleich für den Berufsalltag geworden. Jetzt sind ihre Bilder auch auf Ausstellungen zu sehen.
Kitzingen Der Traum, sich selbst in Bildern zu verwirklichen, hat vermutlich schon immer in Cristina Schuster geschlummert. Schon als Kind bewunderte sie die großen Maler wie Rembrandt und Raffaelo und war fasziniert von deren Kunst. Dennoch schlug sie in ihrem Lebensweg eine andere Richtung ein und studierte weder Kunst, noch ging es beruflich in eine künstlerische Richtung. Mit Mitte 30 jedoch sollte die Malerei doch noch ihr großes Hobby werden.
Frage: Wie kam es dazu, dass Sie doch noch mit dem Zeichnen begonnen haben?Cristina Schuster: Ein bisschen gemalt habe ich nebenher schon immer. Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich darin einen tollen Ausgleich zum Alltag finde. Inzwischen ist das Abtauchen in die Malerei für mich unverzichtbar in meinem Leben geworden. Es macht mir riesigen Spaß und es wurde meine große Leidenschaft.
Wo leben Sie diese aus?Cristina Schuster: Abends, wenn ich Ruhe für mich habe, verwandle ich meine Küche in ein Atelier. Dann werden die Farben ausgepackt und ich genieße es, meine Gefühle und meine Stimmung optisch zum Ausdruck zu bringen.
Warum hat es Ihnen ausgerechnet die abstrakte Kunst angetan? Cristina Schuster: Sie hat mich einfach am meisten angesprochen. Hier kann ich die Farbe sprechen lassen und meiner Fantasie freien Lauf lassen. Ich möchte mit meinen Bildern auch die Fantasie des Betrachters anregen. Wenn er meine Bilder ansieht, wünsche ich mir, dass er darin immer wieder etwas Neues entdeckt.
Wie haben Sie sich „als Laie“ die Maltechniken angeeignet?Cristina Schuster: Ich bin sozusagen eine autodidaktische Künstlerin und habe mir alles selbst beigebracht. Natürlich holt man sich Anregungen von anderen Künstlern oder aus dem Internet, man experimentiert und probiert – und so entstand nach und nach ein eigener Stil. In den letzten drei Jahren habe ich diesen verstärkt weiterentwickelt und mehr und mehr ausgelebt.
Haben Sie vor Beginn eines neuen Werks immer schon eine konkrete Vorstellung, wie Ihr Bild einmal aussehen soll? Cristina Schuster: Wie die Bilder entstehen, ist sehr unterschiedlich. Manchmal habe ich eine klare Vorstellung davon, oft entwickelt sich dann aber auch etwas anderes im Laufe des Entstehungsprozesses. Wenn ich mit einem Bild vermeintlich fertig bin, lasse ich es immer noch ein paar Tage in der Küche hängen und betrachte es immer wieder. Bei manchen Bildern merke ich dann nach ein paar Tagen, dass noch irgendwas fehlt. Erst, wenn sich ein ganz gewisses Gefühl in mir einstellt, weiß ich, dass das Bild wirklich fertig ist – und erst dann bekommt es auch meine Unterschrift.
Sie experimentieren auch gerne mal?Cristina Schuster: Das muss man als Künstler. Ich benutze zusätzlich zu den Acrylfarben gerne verschiedene Materialien wie Marmormehl, Sand, Kaffee, Papier oder Stoffreste. Sie sorgen dafür, dass das Bild beim Betrachten nie langweilig wird.