Die Corona-Zeit war vor allem für Familien belastend. Kinder durften nicht in die Schulen, Vereine waren geschlossen, das soziale Miteinander litt. Die Bundesregierung hat reagiert und das Programm „Aufholen nach Corona“ aufgelegt. Petra Dlugosch und Tanja Kraev vom Mehrgenerationenhaus in Kitzingen haben Fördergelder beantragt und bewilligt bekommen. Und deshalb können sie abwechslungsreiche Programme für Kinder von 6 bis 14 anbieten.

Mit einem Hula-Hoop-Workshop hat die Veranstaltungsreihe bereits im Juli begonnen. Im Innenhof des Seniorenheims St. Elisabeth haben die Bewohner zusammen mit Kindern unter der Anleitung von Terisa Martin Bewegungen an und mit dem Reifen geübt. Im nächsten Jahr soll ein Zirkusprojekt mit Terisa Martin verwirklicht werden. „Wir gehen stark davon aus, dass wir die Förderung auch 2022 bekommen werden“, sagt Tanja Kraev. „Wir haben uns schließlich rechtzeitig beworben.“

Yoga für Kinder

In diesem Jahr kam die Zusage erst im Juni. Die Zeit war knapp, um vielfältige Projekte in den Bereichen Lernen, Gesunde Ernährung und Sport auf die Beine zu stellen. Mit Katayoun Essl haben die beiden eine Dozentin gefunden, die seit dem 5. Oktober wöchentlich Yoga für Kinder im Stadtteilzentrum in der Siedlung anbietet. „Einsteigen ist jederzeit noch möglich“, versichert Tanja Kraev. Das gilt auch für den zweiten Kurs der Dozentin, der ebenfalls immer dienstags im Stadtteilzentrum stattfindet: „Freier Tanz für Kinder von 10 bis 14 Jahren.“ Nicht das einzige Highlight in diesem Jahr.

Im November ist in Zusammenarbeit mit „JungStil“ ein Kochprojekt zum Thema Harry Potter geplant und am 3. November lädt Lerntherapeutin Hilde Weber zunächst alle interessierten Eltern zu einer Info-Veranstaltungen ein. Ihr Ziel: Kinder sollen den Spaß am Lernen (wieder)entdecken. „Dafür wird sie zuerst das Gespräch mit den Eltern suchen und dann den jeweiligen Lerntyp der Kinder bestimmen“, erklärt Tanja Kraev, die zusätzlich eine Schülernachhilfe organisiert. Ältere Schüler, die Nachhilfe geben wollen, werden genauso gesucht wie jüngere, die Bedarf haben. Für die Jüngeren ist der Service kostenlos – die Älteren können ihr Taschengeld aufbessern. „Total cool, dass es so etwas gibt“, freut sich Tanja Kraev über die Initiative der Bundesregierung. Durchaus möglich, dass sie im kommenden Jahr zusammen mit Petra Dlugosch neben den bestehenden Angeboten weitere Projekte auf die Beine stellt. „Der Bedarf bei den Kindern ist auf jeden Fall da“, sagt sie. Bei den Treffen mit den Verantwortlichen der Familienstützpunkte und der Schulen habe sie diese Rückmeldung immer wieder erhalten. Jetzt gelte es, die betroffenen Familien auch zu erreichen. Damit die Kinder von der Initiative der Bundesregierung und der Umsetzung direkt vor Ort auch wirklich profitieren können.

Aufholen nach Corona

Die einzelnen Angebote:

Yoga für Kinder (6 bis 12 Jahre), seit 5. Oktober, immer dienstags, von 15 bis 16.30 Uhr, im Stadtteilzentrum in der Siedlung.

Freier Tanz (10 bis 14 Jahre), immer dienstags, ab 16.30 Uhr. Gleicher Ort.

Infoveranstaltung „Lernen macht Spaß – Doch!“ (7 bis 9 Jahre). Mittwoch, 3. November, 15 bis 16.30 Uhr im Mehrgenerationenhaus St. Elisabeth.

Nachhilfe: Schüler, die Nachhilfe geben, sind genauso gesucht wie Schüler, die welche brauchen.

Alle Angebote sind für die Teilnehmer kostenlos.

Anmeldung unter Petra.dlugosch@caritas-einrichtungen.de