Landkreis Kitzingen Über den Winter hat sich bei manchem die Bequemlichkeit eingeschlichen. Dazu die Corona-bedingte Situation, dass man viel Zeit zu Hause verbracht hat… Mit steigenden Temperaturen und immer länger werdenden Tagen schwinden jedoch langsam die Ausreden und es ist höchste Zeit, sich wieder ein bisschen in Form zu bringen. Da kommt die gemeinsame Aktion von ADFC und AOK „Mit dem Rad zur Arbeit“, gerade recht. Alexander Pröbstle, Direktor der AOK in Würzburg, verrät, was es genau damit auf sich hat.

Frage: Die Mitmachaktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ geht in eine neue Runde. Was ist das Erfolgsrezept?

Alexander Pröbstle: Radfahren zählt zu den gesündesten Sportarten und lässt sich gut in den Alltag integrieren. Die gemeinsame Gesundheitsinitiative des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) und der AOK kommt bei den Berufstätigen schon immer gut an und lässt sie aktiv in den Sommer starten. Bayernweit haben sich im vergangenen Jahr rund 73.600 Menschen der Aktion angeschlossen. Aus dem Bereich der AOK-Direktion Würzburg, der die Landkreise Main-Spessart, Würzburg, Kitzingen und die Stadt Würzburg umfasst, waren es mehr als 2500.

Wann genau geht es los und was gilt es zu erreichen?

Alexander Pröbstle: Der Startschuss ist bereits am 1. Mai gefallen, der Einstieg aber jederzeit noch möglich – einfach online unter www.mit-dem-rad-zur-arbeit.de. Ziel der Radl-Aktion ist es, in der Zeit von Mai bis Ende August mindestens an 20 Arbeitstagen in die Firma zu radeln.

In Zeiten von Corona haben die Arbeitnehmer im Home-Office wohl schlechte Karten?

Alexander Pröbstle: Nein, nein. Wir führen natürlich die Spielregeln aus der vergangenen Saison fort. Schon da war auch Arbeitnehmern im Home-Office die Teilnahme möglich. Wer keine Wegstrecke zur Arbeitsstelle zurücklegt, kann also wieder die geradelten Kilometer rund um sein Home-Office in den Online-Radlkalender eintragen. Auch Pendler können sich an der Aktion beteiligen, da das Radeln bis zum Bahnhof oder Pendlerparkplatz bereits gewertet wird.

Wie weise ich als Teilnehmer meine absolvierten Kilometer nach?

Alexander Pröbstle: Das geht ganz einfach online im so genannten Aktionskalender. Über das Online-Portal sind die persönlichen Leistungen für jeden Teilnehmer auch jederzeit datengeschützt abrufbar: Wie viele Kilometer bin ich an wie vielen Tagen bisher geradelt und wie viele Kalorien habe ich dadurch verbraucht? So sind die bayerischen Teilnehmer 2020 über zehn Millionen Kilometer zur Arbeit geradelt und haben dabei 250.000.000 Kalorien verbrannt. Das Online-Portal bietet auch eine tagesaktuelle Übersicht zu den wichtigsten Vorhersagen für das Radlwetter vor Ort. Die Radler können die voraussichtlichen Temperaturen für morgens, mittags und abends ablesen. Die zu erwartenden Windverhältnisse und der Grad der Bewölkung ergänzen die Wetterinformationen.

Was ist der Anreiz für die Arbeitnehmer an der Aktion teilzunehmen?

Alexander Pröbstle: Wer seinen Aktionskalender mit den Radtagen online pflegt, hat die Chance auf einen von vielen gesponserten Gewinnen namhafter Aktionspartner, die alljährlich unter den erfolgreichen Teilnehmern verlost werden. Zu den Preisen gehören E-Bikes sowie praktisches Zubehör fürs Fahrrad. Die Gewinne werden natürlich von Unternehmen gestiftet und sind nicht aus Beiträgen finanziert. Der DGB Bayern und die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V. unterstützen die gemeinsame Initiative von ADFC und AOK im Freistaat. Beide Partner sind von Anfang an dabei. Die vbw fördert die Initiative finanziell.

Sind Sie persönlich auch schon registriert?

Alexander Pröbstle: Ja, natürlich. Ich fahre in meiner Freizeit viel mit meinem Rennrad oder Mountainbike. Unsere Heimat bietet ja eine Vielzahl an Möglichkeiten für Radbegeisterte und dazu zähle ich mich. Ich möchte als gutes Vorbild ein Teil der wachsenden Radgemeinschaft sein. Daher habe ich mich bereits angemeldet und hoffe, dass es mir wieder viele Mitarbeiter/Innen gleichtun.