Für Katharina Hückstädt hat ein neues Kapitel begonnen. Nachdem sie das Backstübla nach 13 Jahren geschlossen hatte, eröffnete die Künstlerin in Bamberg ein neues Café.
13 Jahre lang betrieb Katharina Hückstädt das Backstübla in der Oberen Sandstraße in Bamberg. Dabei war das Tagescafé anfangs nur als Kuchenverkauf im Hinterhof ihres Wohnhauses gedacht. "Über die Jahre hat es sich dann zu einem Café entwickelt", erzählt die Künstlerin im Gespräch mit inFranken.de. Nun ist damit jedoch Schluss. Aus persönlichen Gründen entschied sich Hückstädt, das Backstübla hinter sich zu lassen - und eröffnete ein neues Café.
Die Lage ist nun deutlich prominenter - und auch die Räumlichkeiten unterscheiden sich. Die Decken sind viel höher, die Fensterflächen groß und markant. "Es ist einfach kein Stübla mehr", betont Hückstädt. Hinzu komme: "Ich bin aus dem Namen herausgewachsen. Als ich das Backstübla eröffnet habe, war ich gerade Anfang 20." Daher sei klar gewesen: Das neue Café bekommt auch einen neuen Namen. Dieser orientiert sich am Vornamen der Künstlerin: Café KÄT.
Bamberger Café KÄT empfängt viele neugierige Besucher zum Start
Seit dem 1. März hat das neue Café in der Dominikanerstraße 1 in Bamberg geöffnet - und das Konzept scheint gut anzukommen. Im Netz schreibt die Betreiberin des Café KÄT: "Die ersten zwei Tage waren überwältigend. Danke an all die zahlreichen Gäste. Ihr erweckt das KÄT zum Leben." Im Gespräch mit unserer Redaktion bemerkt Hückstädt zudem: "Es freut mich sehr, dass die Intention, die ich dahinter habe, bei den Leuten ankommt. Sie verstehen, was mir wichtig ist."
Und wichtig sind der Cafébetreiberin vor allem zwei Dinge: einen Schmelztiegel für Kunst und Kultur zu schaffen, die Leidenschaft für selbstgebackene Kuchen mit der Leidenschaft für die Kunst zu kombinieren. Das Café KÄT ist daher eine Mischung aus Tagescafé und Galerie. Auch ihre selbstgemalten Kunstwerke verkauft Hückstädt in diesem Rahmen.
Alle 15 Kuchen und auch das Gebäck, das täglich angeboten wird, backt Hückstädt zudem selbst. Aufbackware sei für sie keine Option. Schließlich komme sie aus einer Familie, in der immer schon viel gebacken wurde. Auch heute noch ziehe sie daher die Rezepte ihrer Mutter und ihrer Oma zurate – teilweise auch veganisiert.
"Es hat viel Mut gebraucht": Räumlichkeiten brachten Hürde mit
Trotz allem sei der Weg zum neuen Café kein leichter gewesen. Da sich in den Räumlichkeiten zuvor ein Einzelhandelsgeschäft befand, musste sie eine Nutzungsänderung beantragen, um es in ein Café zu verwandeln. Wie die Zusammenarbeit mit der Stadt lief, lest ihr im Plus-Angebot des Fränkischen Tags. Nach dem Aus des Backstüblas habe sie zudem darüber nachgedacht, etwas ganz anderes zu arbeiten. Zur Entscheidung, das Café KÄT zu eröffnen, sagt sie: "Es hat viel Mut gebraucht. Das ist ja schon auch eine ganz andere Lage." Aber: Ein Café inklusive Galerie zu betreiben, sei für sie nach wie vor etwas Besonderes. "Ich habe mir das so lange aufgebaut, das ist wie mein drittes Kind. Das kann ich jetzt nicht einfach aufgeben."
Dass Hückstädt ein Café betreiben würde, sei schon beim Backstübla gar nicht der ursprüngliche Plan gewesen. Der Grund für die Umorientierung war damals vor allem die Geburt ihres ersten Kindes. "Es war klar, dass das Leben als freischaffende Künstlerin nicht mehr möglich sein wird, ich nicht mehr so reisen und Ausstellungen besuchen kann mit einem Baby." Durch ihre Leidenschaft zum Backen sei dann der Kuchenverkauf im Hinterhof entstanden - und über die Jahre zu einem Café herangewachsen. "Ich glaube, ich habe ein Händchen dafür, Orte zu kreieren", sagt Hückstädt rückblickend. Auch mit dem neuen Café sei das ihr Ziel.
Ein echter Gewinn für die Stadt Bamberg! Ich wünsche Frau Hückstädt ganz viel Erfolg