Was meinen Sie?
Bei einer Umfrage sind Männer und Frauen getrennt voneinander befragt worden, wofür sie sich entscheiden würden, wenn sie zwischen Liebe und Respekt wählen dürften.
Und?
Frauen haben sich Liebe gewünscht, Männer Respekt.
Deshalb der Titel ihres Vortrages: Lobpreiset das Mammut – also den Mann?
Das ist natürlich überzogen, aber im Grunde geht es mir darum, dass Frauen ihre Männer verstehen. Warum sie so wenig reden, warum die Arbeit für sie so wichtig ist oder warum sie so viel weniger Kuschelbedarf haben.
Sagen Sie bloß nicht, das hat auch was mit der Steinzeit zu tun.
Doch (lacht). Damals hatte das Kuscheln einen ganz praktischen Zweck: Der Mann hat die Frau während des Schlafes beschützt. Tagsüber zu kuscheln machte und macht so gesehen keinen Sinn.
Und dieses Muster hat sich bis heute gehalten?
Die äußere Entwicklung der letzten Jahrhunderte ist eigentlich viel zu schnell vonstatten gegangen. Die innere Entwicklung konnte da nicht Schritt halten. Die unterschiedlichen Verhaltensmuster von früher sind noch implementiert.
Was tun? Diese Verhaltensmuster bekämpfen?
Nein, akzeptieren. Es wäre unnatürlich, sich dagegen zu wehren. Frauen und Männer sind nun mal unterschiedlich, schon körperlich. Warum sollte eine Frau auf dem Bau schwer körperlich schuften? Das ist genau so ungewöhnlich wie ein Mann mit sehr großem Redebedarf. Auch wenn es die natürlich gibt. Auf beiden Seiten gibt es immer auch Ausnahmen.
Haben Sie Ihre Thesen schon einmal jemandem präsentiert?
Im Freundes- und Bekanntenkreis.
Und?
Alle waren einverstanden, haben sich zumindest teilweise wiedererkannt.
Das heißt: Ihr Vortrag ist für Männer und Frauen gedacht?
In erster Linie ist er für die Frauen gedacht. Aber auch die Männer können sehr viel daraus lernen. Für Paare ist er sicher geeignet, als einzelner Mann würde ich vielleicht nicht kommen.
Wieso?
Weil viel geredet wird (lacht).
Der Vortrag findet am Freitag, 3. März, um 19 Uhr im Bürgerzentrum in der Schrannenstraße in Kitzingen statt. Es darf jeder kommen, der Interesse hat. Der Eintritt ist kostenlos. Ein Sparmammut für Spenden steht bereit.