Der Countdown läuft. Am 12. Juni beginnt die 20. Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Die deutschen Fußballer bereiten sich seit Mittwoch in Südtirol auf das Großereignis vor. Frank Gimperlein und Michael Kleinschroth bereiten sich seit einigen Tagen in Kitzingen vor. Auch ihre Veranstaltung soll schließlich ein Erfolg werden.
Der Countdown läuft. Am 12. Juni beginnt die 20. Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Die deutschen Fußballer bereiten sich seit Mittwoch in Südtirol auf das Großereignis vor. Frank Gimperlein und Michael Kleinschroth bereiten sich seit einigen Tagen in Kitzingen vor. Auch ihre Veranstaltung soll schließlich ein Erfolg werden.
Vor zwei Jahren hatte Gimperlein, Inhaber von Nachtschicht Events in Albertshofen, zum ersten Mal ein Public Viewing in Kitzingen ausgerichtet. Rund 1000 Fans pilgerten zu den Übertragungen der deutschen Spiele an den Bleichwasen. Insgesamt zählte der Albertshöfer mehr als 10 000 Besucher auf dem Gelände. So viele werden es heuer wohl nicht werden. Gimperlein will nicht alle Spiele übertragen, 64 an der Zahl. Es ist nicht die einzige Veränderung, die er plant.
„Wenn die Deutschen gewinnen, hauen die meisten schnell zum Autocorso ab.“
Frank Gimperlein Mitorganisator Public Viewing
Der Bleichwasen steht als Veranstaltungsort nicht mehr zur Verfügung. Die Stadtgärtner haben die Fläche neu angesät. Der Schotterrasen soll endlich sprießen können. Tausende Fußballfans, die vor Freude in die Luft springen, sind da nicht wirklich hilfreich. Also machten sich Gimperlein und Kleinschroth, der für die Technik zuständig ist, auf die Suche nach Alternativen.
Standorte auf der anderen Mainseite schieden schnell aus. Der Platz der Partnerstädte ist zu eng, am Marktplatz dürften die Anwohner wenig begeistert sein. Das Weinfestgelände war schon einmal Schauplatz eines Public Viewing. „Aber wir wollen nicht in Konkurrenz zum Weinfest treten“, sagt Gimperlein. Das findet vom 27. bis 30. Juni statt. Mitten in der zweiten Phase der WM. Sollte die deutsche Mannschaft Gruppenerster werden, findet das Achtelfinale am Weinfest-Montag statt. Gimperlein hofft, dass die deutsche Mannschaft Gruppenzweiter wird. „Dann findet das Spiel am Dienstag statt, wenn das Weinfest vorbei ist.“
Das ehemalige Gartenschaugelände hat sich für die Live-Übertragungen bewährt. „Wir rücken nur ein wenig in Richtung Wohnmobilstellplatz“, erklärt Gimperlein. Die rund zehn Quadratmeter große Leinwand, die tageslichtfähig ist und auch schon beim Stadtfest zum Einsatz kam, soll auf der Wiese zwischen dem Bimbach und den Spielgeräten installiert werden. Genug Platz für die erhofften 1000 Fans pro Spiel und die Versorgungseinheiten wäre damit vorhanden. Bier, Bratwürste und Steaks wollen die Organisatoren anbieten. „Wir halten das Angebot ganz bewusst flach“, erklärt Gimperlein. Toilettenwagen für die weiblichen Besucher plant er, während sich die Männer an einer rund zehn Meter langen Rinne erleichtern sollen. „Natürlich mit Sichtschutz.“
Die Fläche wird – wie vor zwei Jahren – eingezäunt. Einen Euro Eintritt müssen die Fans bezahlen, um die Spiele der deutschen Mannschaft auf der großen Leinwand und inmitten Hunderter Gleichgesinnter mitverfolgen zu können. Rund 20 Mitarbeiter sollen dafür sorgen, dass die Veranstaltungen reibungslos und sicher über die Bühne gehen.
Probleme mit den Anliegern wegen der Anstoßzeiten befürchtet Gimperlein nicht. „Das lief schon vor zwei Jahren reibungslos“, erklärt er. In diesem Jahr wird die deutsche Mannschaft in der Vorrunde einmal um 18 Uhr und zweimal um 21 Uhr beginnen. Die K.O-Spiele finden dann um 18 Uhr beziehungsweise um 22 Uhr statt. Eine Stunde nach dem Abpfiff dürfen die Fans noch auf dem Gelände feiern – inklusive Musik. Viel länger wird die Feier eh nicht gehen, weiß Gimperlein aus Erfahrung. „Wenn die Deutschen gewinnen, hauen die meisten schnell zum Autocorso ab“, erklärt Gimperlein. „Und wenn sie verlieren, ist eh keinem zum Feiern zumute.“