Zur jüngsten Entwicklung in Sachen Volkacher Freibad erreichte die Redaktion folgende Zuschrift:

Die Hängepartie um den Fortbestand des Volkacher Freibades nimmt immer groteskere Züge an: Da hatte die Stadt über Jahre den Bauunterhalt vernachlässigt bis schließlich niemand mehr an einer Sanierung vorbeikam. Parallel wirkten starke Kräfte im Rat und an dessen Spitze, die das Freibad ganz aufgeben wollten. Dann gab es Gutachten, ernst gemeinte – und auch durchaus fragwürdige –  mit denen die alte Spitze Informationspolitik in bester Trump-Manier machte.

Im Mai 2020 schließlich neu gewonnenes Vertrauen durch den Wechsel im Bürgermeisteramt. Doch statt rasch zu entscheiden, wurden immer neue Sanierungsoptionen erwogen. Dabei gerieten die Antragsfristen für Fördergelder etwas aus dem Fokus. Ein klarer Fall für die Heute-Show, sollte die Frist in ein paar Tagen ungenutzt ablaufen.

Auch sonst nur ungläubiges Staunen: 2017 lag die teuerste Option bei circa 4,7 Millionen Euro. Mit Edelstahl für alle Becken, ohne Verlust an Fläche – die Förderung, die jetzt gerade verbaselt wird, unberücksichtigt. Von moderaten Lösungen hat sich Volkach um Lichtjahre entfernt. Man glaubt im Rat jetzt allen Ernstes, ein Naturbad für 7,x Millionen Euro errichten zu müssen, das die Attraktivität der Altmainschleife übertreffen soll.

Wie toll das funktioniert, hat das Experiment "Bürgerpark" eindrucksvoll bewiesen. Mein Appell: Back to the roots. Das ist günstiger und bedarfsgerechter. Am besten mit Kacheln. Oder wer von uns hat ein Schilf-, Natur- oder Edelstahlbad im Haus? Ich nicht.

Stefan Hart
97332 Volkach