Das Vorgehen des Kitzinger Stadtrats zum Notwohngebiet in Kitzingen kann nur noch als skandalös bezeichnet werden. Erst gibt man zehntausende Euro für ein Gutachten eines externen Beraters aus. Das Ergebnis mit mehreren Alternativen gefällt den Stadträten nicht, also wird es komplett verworfen.

Nun beschließt man, den langjährigen Mietern zu kündigen, um sie in anderen Sozialwohnungen unterzubringen. Ich bin mir sicher, dass es diese Sozialwohnungen in Kitzingen nicht in der Anzahl gibt. Scheinbar ist es dem Stadtrat egal, welche Unsicherheiten und Ängste bei den Betroffenen durch eine solche Maßnahme entstehen. Und werden diese Mieter mit der Kündigung genau zu den Obdachlosen, die in dem Stadtratsbeschluss dann in modulare Unterkünfte, also Container, umziehen müssen?

Schade, wie man mit Menschen am Rande der Gesellschaft in Kitzingen umgeht. Das Ganze wurde von der CSU im Stadtrat initiiert. Mit christlich hat das nichts zu tun, mit sozial schon gar nicht.

Michael Wolfrum
97353 Wiesentheid